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Vier Recken nehmen Abschied: Jan Geserer, Florian Nortz, Franz Deimel und Marcus Rehnert (v.l.) werden vor der Partie gegen Unterhaching mit Geschenken bedacht.

Handball – Bayernliga

Florian Nortz muss Karriere beenden

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Für seinen letzten Anlauf hat sich Florian Nortz mehr als ein Jahr lang gequält. Im finalen Testspiel vor der Saison 2016/17 hatte sich der Rückraummann des TSV Ismaning schwer an der Schulter verletzt. Es folgten erst eine Operation und dann die monatelange Reha, die Nortz ja schon kannte, da er sich zuvor bereits die Schulter des anderen Arms demoliert hatte.

Ismaning – Doch einmal wollte es der 26-Jährige noch probieren mit dem Comeback, und entsprechend selig war er, als er Anfang des Jahres wieder für seine Isis auf der Platte stand. Allein die Freude hielt nicht lang: Nach vier Partien musste sich Florian Nortz schon wieder verabschieden; nun hat er einen Schlussstrich gezogen und seine Karriere beendet. Vor dem letzten Heimspiel gegen Unterhaching wurde er ebenso verabschiedet wie Jan Geserer, Franz Deimel und Marcus Rehnert.

„Ich habe meine Schulter nie richtig durchziehen können“, sagt Nortz über seinen Comeback-Versuch. Im Heimspiel gegen Erlangen-Bruck habe es dann in einer Situation „ein bisschen gekracht“, erzählt er, und sofort ging das böse Spielchen von vorne los: Arzt, MRT und so weiter. „Es ist diesmal nichts gravierend Schlimmes“, sagt Nortz. „Aber für mich war es ein Warnschuss.“

Und so hängt „einer der besten Mittelmänner, die wir in Ismaning je hatten“, wie ihn Kapitän Markus Mundl bei der Verabschiedung geadelt hat, jetzt die Schuhe endgültig an den Nagel. Zumindest ein Jahr lang will sich Nortz komplett vom Handball zurückziehen und „eine Auszeit nehmen“, wie er sagt. Mittelfristig werde es ihn aber zurück zu seinem Sport ziehen – als Coach. „Irgendwann werde ich als Trainer einsteigen“, sagt Nortz. „Aber wenn, dann mache ich es richtig – mit Trainerausbildung und allem, was dazugehört.“

Eher nicht ins Trainermetier – zumindest jetzt nicht – zieht es Jan Geserer, „unseren Team-Papa“, wie ihn Markus Mundl nennt. Der 35-Jährige hat sich Anfang des Jahres schwer am Sprunggelenk verletzt; nun beendet auch er infolge eines Knorpelschadens seine Karriere. „Es ist an der Zeit, auf die Signale des Körpers zu hören“, sagt Geserer, der bei den Isis nicht nur Abwehrchef auf der Platte, sondern abseits des Feldes auch eine Art Manager und Chef-Organisator war. In dieser Funktion werde er dem Team womöglich treu bleiben, sagt Jan Geserer. „Da sind wir gerade in Gesprächen.“

Dem TSV Ismaning treu bleiben wird natürlich auch Franz Deimel, der schon als kleiner Steppke im Isis-Trikot durch die Halle gefetzt ist. Der Keeper, der gerade für die Stimmung und den Zusammenhalt im Team unabdingbar war, wird künftig kürzertreten und nur noch für die Zweite Mannschaft auflaufen. Einen zweiten Torhüter neben Georg Zimmermann habe man bereits im Auge, sagt Trainer Christoph Ilg, der aber noch keinen Namen nennen will.

Ebenfalls nicht mehr für die Isis auflaufen wird Marcus Rehnert. Der Rechtsaußen, der einst aus Thüringen nach Ismaning gekommen ist, beendet nach drei Jahren beim TSV seine Karriere.

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