Handball – Bayernliga 

Ismaning immer tiefer im Abstiegssumpf

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Ein fröhlicher Joachim Murgg, der Arm in Arm mit seinen Teamkollegen ausgelassen im Jubelkreis herumhüpft: Was sich kurz nach der Schlusssirene auf dem Feld abspielt, haben sie in Ismaning in den vergangenen Jahren zigfach erlebt. Schließlich hat sich der Torwart aus Ingolstadt den Isis 2012 angeschlossen und in der Folge nicht weniger als drei Aufstiege mit dem Team gefeiert.

Ismaning– Diesmal aber hat die Sache aus Ismaninger Sicht einen Haken: Der jubelnde Torwart trägt nicht mehr das Trikot der TSV-Handballer, sondern jenes des Bayernligarivalen TG Landshut, der den Isis soeben eine 29:35-Niederlage beigebracht hat. Für Murgg, der vor zwei Monaten den Verein gewechselt hat (siehe Interview), ist es eine süße Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Die Ismaninger dagegen verharren nach der fünften Niederlage in Folge nicht nur auf dem letzten Tabellenplatz, sondern sie stecken vor der dreiwöchigen Faschingspause auch tiefer im Abstiegssumpf denn je.

„Das Engagement der Spieler war heute sehr anständig“, bilanziert Rudi Heiss, der das Team zusammen mit Christoph Ilg trainiert. „Da kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen.“ Entscheidend seien jedoch die vielen technischen Fehler im Angriff gewesen, durch die man die Landshuter ein ums andere Mal zu Gegenstößen eingeladen habe. „Die zwanzig Gegentore in der ersten Hälfte waren natürlich viel zu viel“, kritisiert der Coach.

Wobei Heiss nach der Niederlage auch auf die angespannte Personallage verweist: Nach den Ausfällen von Olaf Neumann (Sperre), Christopher Schmalz (Pfeiffersches Drüsenfieber) und Jan Geserer (Sprunggelenk) hatte sich am Donnerstag im Training auch noch Fabian Stoiber verletzt – „aktuell unser bester Spieler“, haderte der Coach. Der Flügelflitzer saß gegen Landshut auf der Tribüne, neben ihm Krücken, am Fuß eine Manschette, die er infolge seines Bänderrisses sechs Wochen lang tragen muss.

„Die Verletzung von Fabian hat am Anfang sicher noch in den Köpfen gesteckt“, sagt Heiss mit Blick auf den Beginn der Partie, in der sein Team mit 4:8 in Rückstand gerät. Auch danach versenken die Landshuter die Kugel fast im Minutentakt im Tor von Georg Zimmermann. Erst nach dem Seitenwechsel finden die Isis – auch dank einer Umstellung in der Deckung – besser ins Spiel. Weil überdies Markus Mundl im Angriff nicht nur als sicherer Siebenmeterschütze glänzt, kommen die Hausherren noch einmal auf 26:28 (50.) heran. Doch danach gelingt den Isis in vier Angriffen hintereinander kein Tor mehr. Stattdessen zieht Landshut auf 26:31 davon – zugleich die Vorentscheidung, ehe kurz darauf Joachim Murgg und seine neuen Teamkollegen jubelnd durch die Halle hüpfen.

TSV Ismaning – TG Landshut 29:35 (15:20)

Ismaning: Zimmermann, F. Deimel - Mundl (8/3), Langer (6), Teschner (4), Lang (3), T. Stoiber (2), Donaubauer (2), Elsinger (2), Rehnert (1), Dietrich (1), Bamberger, Neubauer, Simon.

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