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Musste blutend von der Platte: Ismanings Rückraumspieler Simon Lang.

Isis gewinnen gegen Immenstadt

Nach Stotterstart „das Ding durchgezogen“

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Die Handballer des TSV Ismaning sind gegen Immenstadt gar nicht gut ins Spiel gekommen. Trotzdem schafften es die Isis noch, das Spiel zu gewinnen.

Ismaning– Nach drei Minuten vergibt Simon Lang einen Siebenmeter, weitere fünf Minuten später scheitert auch Fabian Stoiber von der Linie, und dazwischen lassen die Landesliga-Handballer des TSV Ismaning zwei erstklassige Chancen am Kreis und nach einem Konter aus. Und so leuchtet auf der Anzeigetafel nach neun Minuten eine Null aufseiten der Gastgeber auf, die gegen den TV Immenstadt eine rabenschwarze Anfangsphase hinlegen.

Und doch kann Trainer Rudi Heiss diesem Holperstart hinterher etwas Positives abgewinnen. „Was wirklich gut war“, sagt der Coach nach der Partie, „war, dass die Jungs nicht nervös geworden sind, sondern ihr Ding durchgezogen haben“. Hier habe sich das Selbstvertrauen nach den jüngsten Auftritten gegen die Top-Teams aus Allach und Fürstenfeldbruck bemerkbar gemacht, gegen die der TSV drei von vier möglichen Punkten geholt hat, so Heiss. „Ich bin mir sicher, dass wir so ein Spiel wie gegen Immenstadt in der Hinrunde verloren hätten – oder dass es Unentschieden ausgegangen wäre.“

Nicht so diesmal: Nach fast zehn Minuten erzielt Tobias Stoiber endlich das erlösende erste Isis-Tor. Und obwohl es danach in der ersten Hälfte im Angriff weiter stockt, fahren die Hausherren am Ende – dank einer Leistungssteigerung nach der Pause – einen 28:22-Sieg ein. „Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen“, räumt Rudi Heiss ein, der das Team mit Christoph Ilg betreut. Insgesamt habe seine Mannschaft gegen den Drittletzten der Tabelle „ein schlechtes Spiel“ gezeigt, findet Heiss. „Aber man hat gemerkt, dass der Glauben bei uns wieder da ist.“

Tobias Stoiber ist Ismanings überragender Akteur

Dass ausgerechnet Tobias Stoiber die torlose Durststrecke zu Beginn beendet, passt zu diesem Abend. Denn der Flügelflitzer ist mit acht Treffer – sieben davon im zweiten Durchgang – der überragende Akteur auf dem Feld. „Er war der entscheidende Faktor“, lobt Heiss den jüngeren der zwei Stoiber-Brüder. Dazu sei die Deckung über sechzig Minuten „relativ gut gestanden.“

TSV Ismaning: Handballerinnen glückt Revanche gegen Stadeln.

Einen Wermutstropfen freilich gibt es aus TSV-Sicht: Im zweiten Durchgang rasselt Simon Lang mit einem Gegner zusammen und verletzt sich dabei am Kiefer, sodass zwei Schneidezähne eingedrückt werden. „Das hat stark geblutet“, berichtet Heiss, „und er war am Abend noch im Krankenhaus“. Dort habe man die Zähne zwar wieder richten können, so der Trainer. Jedoch sei ungewiss, wann der Rückraummann aufs Handballfeld zurückkehren könne. 

TSV Ismaning – TV Immenstadt 28:22 (8:8).

Isis: Zimmermann, Hertel – T. Stoiber (8/1), Elsinger (5), Neubauer (4), F. Stoiber (3), Zobel (2), Linke (2), Mansaré (1), Prottung (1), Lang (1), Stumpf (1), Deimel, Kollbach.

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