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An Heilig Abend Training fürs Feiertags-Spiel

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Das ist nicht gerade sein Lieblingsplatz in der Volleyball-Halle: Der an einem Hexenschuss leidende Sebastian Prüsener musste zuletzt zweimal zuschauen. Nun hofft er, in Bühl aufs Feld zurückkehren zu können.
Das ist nicht gerade sein Lieblingsplatz in der Volleyball-Halle: Der an einem Hexenschuss leidende Sebastian Prüsener musste zuletzt zweimal zuschauen. Nun hofft er, in Bühl aufs Feld zurückkehren zu können.

Unterhaching - Titelverteidiger Generali Haching muss an Weihnachten im Volleyball-Halbfinale des DVV-Pokals beim TV Bühl ran.

Keine Spur von „staader Zeit“: Am zweiten Weihnachtsfeiertag (18 Uhr) muss Generali Haching beim TV Bühl zum Halbfinale im DVV-Pokal antreten. Kapitän Max Günthör nimmt es mit Galgenhumor, gewürzt mit einer Prise Zynismus: „Wir danken der DVL, dass wir auch an Weihnachten spielen dürfen.“

Sein Trainer sieht in der DVL, der Deutschen Volleyball-Liga, allerdings nicht unbedingt den Hauptverantwortlichen für die ungewöhnliche Ansetzung. Der Qualifikationsmodus für die Olympischen Spiele gehöre vereinfacht, forderte Mihai Paduretu schon im November, als ein erstes Turnier auf dem Weg nach London 2012 sein Team zu einer über dreiwöchigen Spielpause zwang (wir berichteten).

„Es ist eine schwere Saison, weil sie aufgrund dieser Qualifikation so kurz ist“, klagt der 44-Jährige über die daraus resultierende Terminhatz. In Bühl bestreiten die Hachinger das achte Pflichtspiel im Dezember, einen Tag vor Silvester folgt noch das Bundesliga-Heimspiel gegen die Netzhoppers KW-Bestensee. Es wäre ein Wunder, würde diese Dauerbelastung spurlos an den Spielern vorübergehen.

„Dem Körper geht es nicht gut“, klagte Außenangreifer Denis Kaliberda nach dem 3:2-Sieg in der Champions League über den tschechischen Meister aus Budweis. Den Nationalspieler plagte in jüngster Zeit erst die Schulter, dann das Knie. Immerhin: Er konnte zuletzt wieder spielen, ebenso wie die ebenfalls angeschlagenen Alexander Shafranovich und Fredy Cedeno. Sebastian Prüsener musste dagegen bei den wichtigen 3:2-Siegen in Friedrichshafen und gegen Budweis aussetzen. Der Grund: ein schlimmer Hexenschuss, der ihn vor gut einer Woche ohne Vorwarnung heimsuchte. „Ich hatte bisher noch nie Probleme mit dem Rücken. Aber als ich zum Arzt gefahren bin, habe ich fünf Minuten gebraucht, um aus dem Auto auszusteigen“, berichtet der 29-Jährige von seinen Leiden. Ob es für das Bühl-Spiel reicht? „Ich hoffe es.“

Auch wenn der Libero durch Robert Hupka hervorragend vertreten wurde, sehnt Paduretu seine Rückkehr herbei: „Dann hätten wir auf der Außenposition mit Hupka noch eine zusätzliche Option.“ Angesichts der körperlichen Strapazen kann jede Alternative wichtig werden, auch gegen einen vermeintlichen Underdog wie Bühl, gegen den mit dem achten Sieg im Dezember der Weg nach Halle/Westfalen zum Finale am 4. März 2012 und damit zum vierten Pokalsieg in Folge geebnet werden soll. „Das wird ein sehr schweres Spiel“, so Paduretu, „für die ist das das Highlight der Saison.“

Die ungewohnt kleine Halle birgt zusätzliche Gefahren. Um sich auf die Abmessungen einzustellen, hat Paduretu drei Trainingseinheiten in der Turnhalle des Gymnasiums anberaumt. Natürlich auch am Heiligen Abend und am ersten Feiertag.

Umberto Savignano

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