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Oliver Götsch und die HT-Handballerinnen blicken auf ein vielleicht wegweisendes Wochenend e zurück.

HT-Frauen haben alle Trümpfe in der Hand

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Dank des 28:21 (13:11)-Erfolgs beim TV Waltenhofen und eines Ausrutschers des Konkurrenten SV Laim konnten die Handballerinnen von HT München die Führung in der Landesliga Süd auf vier Punkte ausbauen.

Taufkirchen/Unterhaching - Auch wenn sein Team klar favorisiert beim Kellerkind in Waltenhofen antrat, rechnete Oliver Götsch durchaus mit einer harten Nuss. Immerhin lag das Ziel im Allgäu, wenige Kilometer südlich von Kempten, und dann stand diese lange Reise auch noch an einem Werktag an. „Wir waren uns der Schwierigkeit bewusst, an einem Freitag Abend bei einem Abstiegskandidaten nach zwei Stunden Autofahrt und, nachdem jeder tagsüber gearbeitet hat, ein ordentliches Spiel auf die Platte zu bringen“, fasste der HT-Coach seine Bedenken zusammen. Tatsächlich hielten die Gastgeberinnen lange dagegen, sie führten sogar 4:3 (8.), und glichen nach dem Wechsel den 13:11-Pausenvorsprung des HT-Teams noch einmal zum 14:14 aus (36.). Dann aber setzte sich der Tabellenführer dank dreier Treffer von Melanie Johannsen, darunter zwei Siebenmeter, auf 17:14 ab (40.) und baute die Führung am Ende noch standesgemäß aus. „Unsere Motivation und der Wille waren da“, versicherte Götsch, dass man den Gegner zu Beginn keinesfalls unterschätzt habe.

Trotz des teils knappen Spielstands sah er insgesamt ohnehin keine echten Probleme für seine Mannschaft: „Waltenhofen war sehr bemüht, aber man hat gesehen, dass wir einfach besser waren. In einen entsprechenden Vorsprung konnten wir die Überlegenheit zunächst nicht umwandeln, weil wir sehr viele technische Fehler produziert haben. In der Abwehr standen wir auch nicht so sicher wie sonst. Auch eine bessere Chancenverwertung hätte geholfen.“

Am Ende standen aber zwei einkalkulierte Punkte, die tags darauf durch die 32:35-Niederlage des Tabellenzweiten SV Laim beim Kissinger SC noch einmal aufgewertet wurden. Vier Wochen zuvor hatte ja auch die HT-Truppe bei den heimstarken Schwäbinnen verloren. „Unsere Niederlage in Kissing fällt jetzt nicht mehr so ins Gewicht“, nahm Götsch die Schützenhilfe gerne an, doch er betonte auch, dass im Aufstiegsrennen die eigenen Ergebnisse, wie eben in Waltenhofen, entscheidend seien: „Klar haben wir uns gefreut, dass Laim Federn gelassen hat, aber wir schauen weiterhin nur auf uns. Wir haben es selber in der Hand. Wichtig ist, dass wir diese Pflichtsiege einfahren, wie ist dann auch egal.“

HT München: Gaigl/Michlein; Sebold (1), Stadler (2), Stephan (3), Lachner (1), S. Geray (7/2), Menrath, A. Geray (3), Johannsen (6/3), Meyer (1), Pelz (1), Christoforis (3)

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