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Geschafft: Alpenvolleys-Trainer Stefan Chrtiansky bejubelt den Einzug ins Viertelfinale. 

Volleyball-Europacup

Jetzt kommt der Hammer-Schorsch

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Nach dem 3:2 (25:23, 24:26, 25:14, 21:25, 15:11)-Sieg im CEV-Cup über Barkom-Kazhany Lwiw freuen sich die Hypo Tirol Alpenvolleys Haching auf den Viertelfinalgegner Zenit St. Petersburg.

Unterhaching/Innsbruck – Wie das oft so ist im Volleyball-Europacup: Den großen Jubel gab es nicht nach dem Ende des umkämpften Fünfsatz-Spiels, sondern nach dem dritten Abschnitt. Da hatte Mittelblocker Douglas da Silva vor 850 Zuschauern in der Bayernwerk Sportarena die entscheidende Frage des Abends beantwortet, indem er den ersten Satzball zum 25:14 verwandelte. Denn mit diesem Punkt hatten die Alpenvolleys jene zwei Durchgänge geholt, die nach dem 3:0-Sieg in Lwiw zum Erreichen des Viertelfinales nötig waren. Allerdings trafen die Gastgeber am Anfang auf harten Widerstand durch die Ukrainer, die sich trotz ihrer Reisestrapazen erstaunlich frisch zeigten. Dank des Sturmtiefs Sabine waren die Gäste fast 24 Stunden unterwegs gewesen. Nach diversen Flugumbuchungen waren sie von Warschau nach Wien gejettet, von wo sie gegen Mitternacht per Bus in Richtung München aufbrachen. Um 4.30 Uhr kamen sie schließlich an. Nachdem das eigentlich obligatorische Training am Vorabend ohnehin flach gefallen war, blieb ihnen zur Gewöhnung an die Halle nur noch eine Übungseinheit einige Stunden vor dem Spiel. Dafür wehrten sie sich kräftig: Nach dem engen ersten, immerhin aber mit 25:23 gewonnenen Satz hatten die Alpenvolleys im zweiten trotz fast ständiger Führung gar mit 24:26 das Nachsehen. Niklas Kronthaler hatte nichts anderes erwartet: „Wir wussten, dass die Ukrainer mit viel Risiko beim Service spielen werden. Und das ist ihnen gut gelungen, sie haben wirklich viel Druck mit dem Aufschlag gemacht. In der Annahme, die wir in den letzten Spielen gut stabilisiert hatten, hatten wir Schwierigkeiten“, sagte der Alpenvolleys-Außenangreifer.

Auch Libero Florian Ringseis zeigte sich von der heiß umkämpften Anfangsphase nicht überrascht: „Wir haben gewusst, dass sie gut sind und Druck machen werden, aber insgesamt fand ich, dass wir es souverän runtergespielt haben.“

Tatsächlich konterten die Grenzgänger aus Innsbruck und Unterhaching im dritten Satz eindrucksvoll, legten eine 10:2-Führung vor, die im Grunde schon alle Zweifel am Weiterkommen beseitigte. „Kompliment an die Mannschaft. Wir haben in schwierigen Situationen gute Lösungen gefunden“, fand Kronthaler. „Die ersten drei Sätze waren auf hohem Niveau.“ Deshalb schrieb er den außergewöhnlichen Umständen keine entscheidende Bedeutung zu: „Die komplizierte Anreise könnte ein Nachteil für Lwiw gewesen sein. Aber vielleicht haben sie auch eine Jetzt-erst-recht-Mentalität entwickelt. So, wie wir in den ersten drei Sätzen gespielt haben, hätten wir jedenfalls auch gewonnen, wenn sie normal angekommen wären.“

Kronthaler freute sich trotz des rein statistischen Werts der letzten beiden Sätze, in denen die Alpenvolleys zudem einige Stammkräfte schonten, auch über den Sieg: „Das ist schon wichtig für die Mentalität, so ein Spiel auch zu gewinnen.“

Nun blicken die Alpenvolleys erwartungsvoll auf den nächsten Gegner Zenit St. Petersburg mit „Hammer-Schorsch“, dem deutschen Volleyball-Superstar Georg Grozer, der sich voraussichtlich am Faschingsdienstag zum Viertelfinal-Hinspiel in Unterhaching vorstellt: „Das ist der Reiz des Europacup. Da spielt man gegen die besten Mannschaften Europas“, so Kronthaler.

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