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Alpenvolleys setzen auf das Heimrecht

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Von: Umberto Savignano

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Die Fans in der voll besetzten Innsbrucker Olympiahalle werden erneut wie ein Mann hinter den Alpenvolleys stehen. © Christian Forcher

Eine Entscheidung um den Endspieleinzug wird im  dritten Play-Off-Halbfinale am Mitwoch (Beginn 19 Uhr) in Innsbruck zwischen den Hypo Tirol Alpenvolleys Haching und Titelverteidiger Berlin definitiv nicht fallen. Trotzdem ist die Anspannung riesig - vor allem bei den Gastgebern.

Unterhaching/Innsbruck – Nach dem 3:1-Sieg im ersten Duell der Best-of-Five-Serie gaben sich die Alpenvolleys noch locker. Schließlich hatten sie den amtierenden Deutschen Volleyball-Meister aus der Hauptstadt in Zugzwang gebracht. Doch die Berliner konterten mit dem 3:0 eindrucksvoll und gehen nun entsprechend gelassen in die dritte Partie: „Wir müssen einfach so weitermachen“, sagt Sebastian Kühner, zweiter Zuspieler neben dem russischen Weltstar Sergei Grankin.

Einfach so weitermachen: Das wäre für die Spielgemeinschaft aus Unterhaching und Innsbruck völlig verkehrt. „Eine Steigerung in allen Bereichen ist notwendig und auch möglich“, betont ihr Sportdirektor Mihai Paduretu in einer Mischung aus Kritik und Aufmunterung: „Die Jungs haben schon bewiesen, was sie drauf haben. Es ist keine mission imposible, gegen Berlin nochmal zu gewinnen.“ Das sieht auch Alpenvolleys-Coach Stefan Chrtiansky so, obwohl er nach der deutlichen Schlappe von Berlin sichtlich geknickt wirkte: „Ich weiß nicht, was da mit den Spielern los war. Im ersten Satz haben wir zwölf Eigenfehler gemacht, so kannst du nicht gewinnen. Aber: Kopf hoch! Jedes Spiel ist anders und ich glaube immer noch, dass wir es schaffen können.“

Zwei Faktoren haben sich bislang als ausschlaggebend herausgestellt: Das Heimrecht und der Aufschlag. Womöglich steht beides auch in Zusammenhang, denn in gewohnter Umgebung fällt es leichter, beim Service ein hohes Risiko einzugehen und gleichzeitig die Fehlerquote niedrig zu halten. Deshalb äußert sich Berlins Trainer Cedric Enard zurückhaltend: „Der Aufschlag kann in dieser Serie der Schlüssel sein. Auswärts haben wir diesbezüglich deutlich zu wenig Konstanz an den Tag gelegt, aber jetzt haben wir bewiesen, dass wir es besser können“, so der Franzose, dem der Respekt vor den Alpenvolleys nach wie vor anzumerken ist: „Wie viel Druck sie entwickeln können, haben wir im ersten Match erlebt. Aber ich hoffe, dass wir dem nach unserem guten Heimspiel mental gewachsen sind.“

Auf Seiten der Grenzgänger setzt man auf das endlich erwachte Innsbrucker Publikum. Ein neuer Zuschauerrekord von über 2000 Zuschauern deutet sich an, den Außenangreifer Niklas Kronthaler als dickes Plus sieht: „Mit diesen Fans im Rücken und mit dieser Stimmung spielen wir viel besser.“ Und bei einem Sieg hätten die Grenzgänger rosige Aussichten: Entweder Endspieleinzug am Samstag (17.30 Uhr) in Berlin oder ein fünftes, alles entscheidendes Match nächste Woche, wieder in Innsbruck.

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