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Mit viel Selbstbewusstsein gehen die Hypo Tirol Alpenvolleys Haching ins Duell beim Deutschen Meister.

Volleyball-Bundesliga

Der Meister ist angeschlagen

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Acht Spiele in vier Wochen: Das ist das stramme Einstiegsprogramm der Hypo Tirol Alpenvolleys Haching ins Jahr 2020. Die anstehende Nummer drei in dieser dichten Terminabfolge ist das wohl brisanteste Duell: Am heutigen Donnerstag (19.10 Uhr) gastiert die Spielgemeinschaft aus Innsbruck und Unterhaching beim Meister und ungeschlagenen Spitzenreiter Berlin.

VON UMBERTO SAVIGNANO

Unterhaching/Innsbruck – Am heutigen Donnerstag (19.10 Uhr) gastiert die Spielgemeinschaft aus Innsbruck und Unterhaching beim Meister und ungeschlagenen Spitzenreiter Berlin. Gemeinsam mit dem VfB Friedrichshafen sind die Alpenvolleys derzeit die einzigen halbwegs ernsthaften Verfolger des Titelverteidigers.

Und nach fünf Siegen am Stück reisen sie „mit breiter Brust nach Berlin“, wie Außenangreifer Niklas Kronthaler versichert: „Wir wollen dort schon gewinnen.“ Eine echte Kampfansage an die noch unbesiegten Hauptstädter, die sich aber in drei der jüngsten vier Partien mit einem knappen 3:2-Erfolg zufrieden geben mussten.

Bei Rekordmeister Friedrichshafen und den ambitionierten Fünften Frankfurt erstaunt das nicht so sehr, gegen den Neunten, die Netzhoppers KW, schon eher. Doch mit Samuele Tuia und Benjamin Patch fehlten dem Meister da auch zwei wichtige Spieler. Beide könnten heute wieder zum Kader zählen, dafür hat die Berliner eine Erkältungswelle erwischt. „Wir werden erst kurzfristig sehen können, wer einsatzfähig ist“, so Trainer Cedric Enard.

Die Alpenvolleys treten hingegen wohl komplett und entsprechend selbstbewusst an, zumal das 3:1 über Herrsching nach sechs vergeblichen Anläufen ihr erstes gewonnenes Live-TV-Spiel war. „Wir haben den Bann gebrochen“, freute sich Kronthaler, denn auch der heutige Schlager ist bei Sport.1 zu sehen.

Und da soll gleich der nächste Sieg her: „Berlin ist das Nonplusultra der Liga und hat natürlich höhere Qualität im Team, aber wenn wir uns mit Charakter, Willen und hundert Prozent Kampf gegen sie wehren, so wie Herrsching gegen uns, dann ist etwas drin.“ Dazu müsse man gegenüber dem Sieg über die Ammersee-Truppe allerdings konstanter auftreten, findet der 25-Jährige: „Im ersten Satz haben wir fast perfekt gespielt, aber im zweiten Satz hatten wir dann drei schlechte Annahmen und schon haben wir ihn verloren. Das müssen wir abstellen.“

Einen Vorteil sieht Kronthaler in der guten Ausgangsposition, denn der mindestens angepeilte dritte Platz nach der Punkterunde scheint derzeit mit fünf Punkten Vorsprung auf den Vierten Lüneburg komfortabel abgesichert: „Der Druck ist für uns sicher geringer als gegen Herrsching. Wir können diesmal mit noch mehr Risiko servieren.“

Die Berliner, die das Hinspiel in Innsbruck 3:2 gewannen, machen sich jedenfalls auf einiges gefasst: „Es könnte erneut ein hartes und langes Match werden. Dabei sind mentale Stärke und das Publikum gefragt“, sagt ihr Coach Enard.

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