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„Ich sehe nur geringe Unterschiede zum Hallenfußball“

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Danijel Majdancevic spielt für die Bayern-Auswahl beim DFB-Länderpokal in Duisburg. © SVH

Heimstetten - Die Regionalliga-Fußballer des SV Heimstetten konnten bis zum Beginn der Vorbereitung Anfang der Woche die Beine hochlegen, bis auf Danijel Majdancevic. Der 26-Jährige tritt mit der Bayerischen Futsal-Auswahl am Wochenende beim DFB-Länderpokal in Duisburg an.

Herr Majdancevic, einige Fußballer sagen: Futsal hat mit dem eigentlichen Hallenfußball kaum mehr was zu tun. Sehen Sie das ähnlich?

Nein, gar nicht. In beiden Fällen ist ein Ball im Spiel, und auf dem Feld stehen Tore. Die Unterschiede sind in meinen Augen eher gering.

Nämlich?

Beim Futsal gibt es keine Banden, und der Ball unterscheidet sich. Dadurch ist mehr Technik gefragt und auch mehr Spielverständnis, was beim Hallenfußball weniger der Fall ist.

Sie haben mit Heimstetten eine anstrengende Hinserie hinter sich, standen fast in jedem Spiel auf dem Platz. Doch statt die Beine hochzulegen zieht es sie jetzt zum Futsal – warum?

Weil mir der Sport Spaß macht. Ich spiele ja schon seit Jahren Futsal – früher vor allem bei privaten Turnieren und inzwischen für die Bayern-Auswahl.

Wie kam es dazu?

Ich wurde dem Trainer empfohlen und habe dann bei einigen Sichtungslehrgängen vorgespielt. Schon letztes Jahr war ich mit der Bayern-Auswahl beim DFB-Länderpokal in Duisburg.

Da reichte es nur zu Rang zehn. Was ist diesmal bei dem Turnier am Wochenende drin?

Ich hoffe einiges. Wir haben eine starke Mannschaft, und ich sage es mal so: Ich wäre unzufrieden, wenn wir am Ende nicht unter den besten Fünf landen.

Was sagt eigentlich der SV Heimstetten dazu, dass Sie im Winter Futsal spielen – Stichwort Verletzungsgefahr?

Ich habe da von Anfang an mit offenen Karten gespielt und gesagt, dass ich das machen will. Für den Verein war das kein Problem. Natürlich ist es ein Risiko – aber das ist auch nichts anderes, als wenn ein Spieler im Winter zum Skifahren geht.

In Deutschland ist Futsal noch relativ jung und ein Nischensport. Bleibt das so?

Ich glaube, dass da noch sehr großes Potenzial schlummert. Deutschland hinkt im Vergleich zu anderen Ländern wie Spanien oder Russland hinterher. Hallenfußball war ja immer nur auf den Winter beschränkt. Beim Futsal hingegen haben viele Vereine inzwischen eigene Mannschaften, die das ganze Jahr über in Ligen gegeneinander antreten. Ich denke, dass sich Futsal mittelfristig durchsetzen wird.

Noch ein Wort zum SVH, der aktuell auf einem Abstiegsrelegationsplatz überwintert...

Für uns wird es noch ein ordentlicher Kampf gegen den Abstieg – wahrscheinlich bis zum Saisonende. Ich bin aber optimistisch, dass wir das packen. Vom Potenzial her gehört die Mannschaft in die Regionalliga.

Sie sind vor der Saison aus Rosenheim zum SVH gekommen. Wie sieht Ihre persönliche Zwischenbilanz aus?

Ich habe viel gespielt und bin von Verletzungen verschont geblieben. Ich denke, ich kann zufrieden sein. Aber keine Frage: Ich habe noch Luft nach oben.

Das Gespräch führte Patrik Stäbler.

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