+
Hofft, dass ab Mai wieder Beachvolleyball gespielt werden kann: Hachings Volleyball-Boss Mihai Paduretu.

Loyale Mitglieder

  • Umberto Savignano
    vonUmberto Savignano
    schließen

Interview mit Mihai Paduretu über den Abbruch der Volleyballsaison im Amateurbereich.

UnterhachingDer Bayerische Volleyball-Verband (BVV) hat entschieden, die Saison in seinem Zuständigkeitsbereich, also von der Bayernliga abwärts, abzubrechen, wobei dieser Beschluss vorerst nur für den Erwachsenenbereich gilt (wir berichteten). Für die Frauen des TSV Unterhaching, Tabellenführer der 3. Liga, die in die Zuständigkeit des Deutschen Volleyball-Verbandes fällt, ist die Spielzeit also weiterhin nur ausgesetzt. Das Erstliga-Männerteam des TSV steht ohnehin voll im Spielbetrieb (siehe auch Bericht links). Betroffen sind die zweiten Mannschaften: die Frauen als Tabellendritter der Bezirksliga Ost und die Männer in der Landesliga Südost, die allerdings noch gar nicht in die Saison gestartet war. Im Gespräch mit unserer Zeitung nimmt Mihai Paduretu, Geschäftsführer des TSV Unterhaching und ehemaliger Erfolgstrainer bei den Profis und im Jugendbereich, Stellung zum BVV-Beschluss.

Wie stehen Sie zur Abbruch-Entscheidung des BVV?

Es gab keine andere Option

Die Jugend bleibt zunächst von diesem Beschluss ausgenommen, weil hier, zumindest theoretisch, noch überregionale Meisterschaften geplant sind. Glauben Sie, dass die Spielzeit auch beim Nachwuchs bald für beendet erklärt wird?

Eigentlich schon. Die Konzentration wird, wie im vergangenen Jahr, ab Mai auf Beachvolleyball gerichtet werden.

Die Frauen des TSV Unterhaching sind in der offiziell noch nicht abgebrochenen 3. Liga mit drei Siegen glänzend gestartet, liegen an der Spitze. Haben Sie die Hoffnung, dass es hier weitergehen könnte?

Nein. Die Mannschaften haben seit Ende Oktober keine Trainingsmöglichkeit. Um verletzungsfrei wieder einsteigen zu können, braucht man aber vier bis fünf Wochen Hallentraining.

Welche Auswirkungen auf den Breitensport sehen Sie in der augenblicklichen Situation, speziell auch für den TSV?

Viele Mitglieder sind loyal geblieben, der Verein hat die Spartenbeiträge um 66 Prozent reduziert und die meisten Abteilungen bieten Onlinetraining an. Was überhaupt nicht ins Bild passt, ist die Erhöhung der Gebühren durch den Bayerischen Landes-Sportverband um fünf Prozent ab 1. Januar. Dafür haben wir kein Verständnis. Einen schlechteren Zeitpunkt kann es dafür nicht geben.

Falls im Frühjahr wieder Volleyballsport betrieben werden kann: Was könnten Sie sich als Alternative zum Punktspielbetrieb in den Ligen vorstellen?

Wir denken, dass ab Mai Beachvolleyball möglich sein wird. Alles andere wird vom Impfprozess abhängig sein.

Das Gespräch führte Umberto Savignano.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare