+
Philip Stumpf springt für den verletzten Yannick Teschner im Ismaninger Angriff ein.

Ismaninger Handballer fahren in Simbach ersten Saisonsieg ein

Abwehrchef Philip Stumpf gibt den Aushilfstorjäger

  • schließen

Philip Stumpf ist bei den Ismaninger Handballern der unumstrittene Abwehrchef, vorne dagegen kommt der 27-Jährige kaum zu längeren Einsätzen – eigentlich.

Ismaning – Doch im Landesligaspiel beim TSV Simbach hatte sich erst Yannick Teschner verletzt und wenig später Daniel Mannel mit einer Roten Karte verabschiedet. Und so durfte Stumpf auch im Angriff ran, wo er im zentralen Rückraum nicht nur klug die Fäden zog, sondern auch viermal einnetzte.

Drei seiner Tore erzielte der Spielmacher dabei zwischen der 45. und der 55. Minute, als seine Isis von 19:17 auf 25:19 davonzogen. Dies war die Vorentscheidung in einer Partie, die am Ende mit 28:22 zugunsten der Gäste endete. „Die Erleichterung war danach schon sehr groß“, räumt Trainer Christoph Ilg ein, dessen Team mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet war. Und auf die Offensivleistung von Philip Stumpf angesprochen erklärt der Coach: „Er spielt bei uns eigentlich nur in der Deckung, weil er unser bester Abwehrspieler ist. Aber heute hat er gezeigt, dass er im Angriff auch ganz genau weiß, wo das Tor steht.“

Dabei hatten Stumpf & Co. zunächst hinten alle Hände voll zu tun, waren es anfangs doch die Simbacher, die über weite Strecken die Nase vorne hatten – jedoch ohne sich entscheidend abzusetzen. Beim Stand von 11:10 ging es in die Kabinen, wo den Isis schon klar war, dass zwei ihrer Rückraumakteure nicht mehr würden auflaufen können. So war bei Yannick Teschner bereits nach 50 Sekunden eine alte Adduktorenverletzung aufgebrochen. „Er wird wohl ein paar Wochen fehlen“, schätzt Ilg. Derweil holte sich Daniel Mannel in der 28. Minute nach einem Griff ins Gesicht eine Rote Karte ab. Später musste auch ein Simbacher infolge eines Fouls vorzeitig vom Feld; dazu verhängten die Schiedsrichter satte zehn Zeitstrafen auf beiden Seiten. „Es ging schon zur Sache“, kommentiert der Isis-Trainer. „Und trotzdem war es ein faires Spiel.“

Nach der Pause übernahmen die Gäste zunehmend die Kontrolle. „Wir haben darauf gebaut, dass Simbach irgendwann müde wird“, sagt Ilg. „Und dieser Matchplan ist voll aufgegangen.“ So zogen die Isis erst auf 15:12 davon, ehe sie sich ab der 45. Minute vorentscheidend absetzten – nicht zuletzt dank ihres Aushilfs-Angreifers Philip Stumpf.

TSV Simbach – TSV Ismaning 22:28 (10:11)

Ismaning: Zimmermann, Hertel, Deimel – F. Stoiber (9/4), Lang (4), Stumpf (4), Elsinger (3), Zobel (3), Mannel (2), Simon (2), Linke (1), Teschner, Lattner, Herrmann.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Marcc Delbrouck: Einzigartiger Eiszänzer
Die 1400 Sitzplätze im Erika-Heß-Eisstadion in Berlin-Wedding sind bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Einzellaufen fast alle besetzt. Für einen kurzen Moment …
Marcc Delbrouck: Einzigartiger Eiszänzer
Fabian Olbert: „Ich weiß, dass es auch noch schneller geht“
Julian Reus ist seit Jahren das Nonplusultra bei den deutschen Sprintern. Neben vier EM-Medaillen hat der 31-Jährige fast zwei Dutzend nationale Titel mit der Staffel …
Fabian Olbert: „Ich weiß, dass es auch noch schneller geht“
Tobias Potye richtet Blick auf Olympia
An diesem Wochenende findet in Halle die Deutsche Hallenmeisterschaft der Leichtathleten statt. Die Wettkämpfe sind für Hochspringer Tobias Potye „ein Aufwärmprogramm“. …
Tobias Potye richtet Blick auf Olympia
Zum perfekten Glück fehlt nur ein Dach
Zum perfekten Glück fehlt dem ERSC Ottobrunn nur ein Dach über dem Eisstadion am Haidgraben
Zum perfekten Glück fehlt nur ein Dach

Kommentare