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Start in Ismaning?: Der deutsche Topspieler Philipp Kohlschreiber könnte Matchpraxis bei den Wolffkran Open sammeln, falls das Turnier in die Startphase nach der Coronapause fiele.

“Wir stehen in den Startlöchern.“

Turnierdirektor  Aurnhammer zuversichtlich, dass Wolffkran Open stattfinden

  • vonNico Bauer
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Nach den jüngsten Äußerungen des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder herrscht bei den Tennisspielern Hoffnung, schon bald wieder Sport treiben zu können. Allerdings besteht kaum Hoffnung für die Herren des TC Ismaning, heuer den sofortigen Wiederaufstieg in die Regionalliga zu schaffen. Bezüglich des Weltranglistenturniers im Oktober soll bis Ende Mai eine Entscheidung fallen.

Ismaning – Die Tennisspieler in Bayern hoffen auf grünes Licht der Politik und dann könnte die neue Saison von der Bayernliga abwärts Anfang Juni starten. Der Bayerische Tennis-Verband (BTV) hat aber angekündigt, dieses Jahr zu einer „Übergangssaison“ (siehe Kasten) zu ernennen. Damit können Mannschaften ohne Konsequenzen zurückziehen und spielen 2021 weiter in der gleichen Liga.

Die erste Herrenmannschaft ist vergangene Saison aus der Regionalliga abgestiegen und hatte sich vorgenommen, heuer in der Bayernliga den Betriebsunfall zu korrigieren und wieder in Deutschlands dritthöchste Klasse zurückzukehren. Nun deutet viele darauf hin, dass man auch als Meister in der Bayernliga bleibt. Aufsteiger sind nur möglich, wenn andere Mannschaften zur Punktrunde 2021 abmelden. Der Aufstieg in die Regionalliga ist eher unwahrscheinlich“, sagt der Ismaninger Peter Aurnhammer, der als Vize-Präsident des Bayerischen Tennis-Verbandes mittendrin war bei den Beratungen des Verbandes über diesen Sommer.

In den nächsten Wochen nun erwartet Peter Aurnhammer Entscheidungen über die Wolffkran Open, die heuer noch möglich sind. „Von unseren wichtigsten Sponsoren haben wir positive Signale erhalten“, sagt der Turnierdirektor. Trotz der Coronakrise und der Folgen bleibt Titelsponsor Wolffkran an Bord und auch der Bayerische Tennis-Verband sitzt weiter im Boot und würde das ATP-Challenger-Turnier weiter fördern. Damit sind die wirtschaftlichen Voraussetzungen gegeben. Aurnhammer sieht in Ismaning auch die Möglichkeit, Zuschauer mit Abstand auf der Tribüne hinzusetzen.

Turnierdirektor Peter Aurnhammer erwartet in den nächsten Wochen eine Entscheidung zu den Wolffkran Open.

Vieles hängt beim Neustart des Profitennis aber davon ab, ob im Herbst die Profis aus aller Welt wieder reisen dürfen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die ATP ohne Reisefreiheit wieder spielt“, sagte Peter Aurnhammer. Ismaning muss dann abwarten, wie die Verschiebungen der ganz großen Turniere aussehen und bekommt dann einen Platz im Kalender. „Wir stehen in den Startlöchern“, lautet die unmissverständliche Aussage des Ismaninger Turnierdirektors.

Peter Aurnhammer hat ein gutes Gefühl, dass es mit dem Profiturnier heuer klappen könnte. „Die aktuellen Zahlen lassen uns hoffen“, sagt der Vizepräsident des BTV. Er kann sich auch vorstellen, dass Ismaning in eine Startphase nach der Coronapause fällt und dann möglicherweise Deutschlands Topspieler wie Philipp Kohlschreiber oder Jan-Lennard Struff melden, um vor großen Turnieren Matchpraxis zu bekommen.

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