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„Die Strecke war super, es war wunderbar heute hier zu laufen“: Sieger Johannes Hillebrand hat im Ziel 13 Sekunden Vorsprung vor Matthias Ewender.
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Frühlingstemperaturen beim Ismaninger Winterlauf: 1049 Läufer sind beim 13-Kilometer-Rennen am Start.
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„Das war schon mein zehnter Lauf in dieser Woche“: Nationalkaderläuferin Thea Heim ist schnellste Frau.

Über 1000 Teilnehmer beim Auftakt der Ismaninger Winterlaufserie

Sieger Johannes Hillebrand verliert Wette um die Barbie-Puppe

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Im Ziel ist Johannes Hillebrand sichtlich zufrieden mit seinem Auftritt bei diesem ersten Rennen der Ismaninger Winterlaufserie – das schon. Doch noch viel größer dürfte die Freude bei ihm zu Hause in Luttenwang im Landkreis Fürstenfeldbruck ausfallen.

Ismaning – Denn seiner siebenjährigen Tochter Emilia, die sich so sehnlich eine Barbie wünscht, habe er versprochen, ihr diese Puppe zu schenken, erzählt der 40-Jährige von der LG Stadtwerke München – sollte er den 13-Kilometer-Lauf in Ismaning gewinnen.

Es ist dies eine Wette mit guten Chancen für die Siebenjährige – schließlich hat ihr Papa in den vergangenen drei Jahren zweimal den Gesamtsieg bei der Winterlaufserie geholt. Und knapp 42 Minuten nach dem Startschuss biegt der Favorit auch diesmal als Erster um die Kurve und in den Ismaninger Sportpark ein. Kaum hundert Meter dahinter folgt Matthias Ewender (LG Region Landshut), mit dem Hillebrand zuvor gut zehn Kilometer lang Seite an Seite gelaufen ist.

„Ich wusste schon im Vorfeld, dass Matthias heuer super drauf ist, deswegen hatte ich ein bisschen Angst“, sagt der Sieger nach dem Rennen. Doch diese Furcht erweist sich als unbegründet: Nach 10,5 Kilometern verschärft Johannes Hillebrand das Tempo, setzt sich Meter für Meter ab und erreicht schließlich nach 42:13 Minuten das Ziel – dreizehn Sekunden vor Ewender.

Nicht mal vier Minuten nach dem Spitzenduo taucht die erste Frau im Sportpark auf – und wie bei den Männern ist es auch hier die klare Favoritin: Die Nationalkaderläuferin Thea Heim von der LG Telis Regensburg überquert nach 46:04 Minuten die Ziellinie – mehr als drei Minuten vor ihrer Teamkollegin, der Zweitplatzierten Marina Rappold. „Es war heute anstrengend für mich, weil das schon mein zehnter Lauf in dieser Woche ist“, sagt die 27-Jährige im Ziel. Inwieweit sie auch bei den folgenden Winterlaufrennen im Januar und Februar an den Start gehen wird, lässt Thea Heim noch offen: „Das hängt vom Wetter ab. Wenn es hier eisig und glatt ist, dann ist mir das zu gefährlich.“

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Beim ersten Lauf freilich ist es weder rutschig noch frostig, sondern die Sonne strahlt, und es herrschen fast schon frühlingshafte Temperaturen. Entsprechend groß ist der Andrang: Am Ende erreichen 1049 Läuferinnen und Läufer das Ziel – fast hundert mehr als im Vorjahr. „Die Strecke war super, es war wunderbar heute hier zu laufen“, sagt Johannes Hillebrand über die Bedingungen. Ähnlich klingt das bei Thea Heim: „Es hat sich nicht wie ein Winterlauf angefühlt, sondern eher wie ein Frühlingslauf.“

Perfekte Bedingungen herrschen auch beim Schülerlauf über 1000 Meter, bei dem 59 Buben und 52 Mädchen an den Start gehen – so viele wie noch nie. Den Sieg holen sich Daniel Vohrer vom SV Lohhof (3:18 Minuten) und Caroline Dennilauler vom PSV München (3:23 Minuten) – eine Medaille mit nach Hause nehmen dürfen aber alle Teilnehmer. Derweil gibt‘s für den Sieger bei den Männern ein Preisgeld von 100 Euro, was wiederum Johannes Hillebrand sehr gelegen kommt. Schließlich wird er demnächst sein Versprechen einlösen und zum Einkaufen müssen – eine Barbie für seine Tochter.

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