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Kurze Asphaltabschnitte: Die Teilnehmer können sich auf festem Untergrund kurz erholen, ansonsten ist die Strecke extrem matschig und teilweise rutschig.

Ismaninger Winterlauf

Nasse Füße, schwere Beine und eine ganz kurze Nacht

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Der Ismaninger Winterlauf wird zum Ismaninger Matschlauf – und dennoch geben sich die Favoriten keine Blöße. So ist Johannes Hillebrand nach seinem Tagessieg auf dem besten Weg zum Triple in der Gesamtwertung.

Ismaning – Am Samstagabend ist Nico Paufler mit Freunden aus gewesen und erst um 4 Uhr früh heimgekommen, was für einen Studenten zunächst mal nichts Besonderes ist – anders als das, was danach kam. Denn nach bloß vier Stunden Schlaf erfuhr der 20-Jährige von seinem Vater, der zugleich der Trainer des Leistungssportlers ist, dass er heute zu Trainingszwecken beim zweiten Rennen der Ismaninger Winterlaufserie über 17 Kilometer durch die Isarauen teilnehmen werde. „Er hat mich einfach angemeldet“, erzählt Nico Paufler. „Das war eine spontane Sache.“

Wiederum vier Stunden später keuchte Nico Paufler über die Ziellinie im Sportpark; in einer Zeit von 1:04:53 Stunden war er auf Rang zehn gelaufen – als bester Ismaninger, sogar noch vor Lucas Bilato (1:05:49 Stunden), 15-jähriger Youngster vom örtlichen TSV. „Das war heute echt hart nach so wenig Schlaf“, räumte Nico Paufler ein. Und die Streckenbedingungen? „Ach, das ging ganz gut“, antwortete er locker.

Nun muss man dazu wissen, dass der 20-Jährige aus dem Ortsteil Fischerhäuser zu den besten Kanuten Deutschlands gehört und daher ein recht entspanntes Verhältnis zum Wasser pflegt – offenbar auch, wenn es die Form von Schnee und Eismatsch hat. Das wiederum wird ein Grund für seine Einschätzung gewesen sein, die er freilich weitgehend exklusiv hatte. Denn das Gros der rund 700 Teilnehmer in Ismaning stimmte eher dem Urteil von Johannes Hillebrand von der LG Stadtwerke München zu. Der antwortete auf die Frage nach der Strecke nur mit einem Wort, das mit Sch beginnt und hier nicht wiederholt werden muss – obgleich es in Zusammenhang mit den Bedingungen von etlichen Läufern genannt wurde.

„Es war extrem matschig, und an manchen Stellen rutschig“, berichtete Hillebrand. „Und es war sehr anstrengend. Am Ende waren meine Beine schwer.“ Allein all das konnte den Favoriten, der bereits das Auftaktrennen der Serie gewonnen hatte, nicht davon abhalten, die Konkurrenz erneut in die Schranken zu weisen: In 57:44 Minuten siegte er vor Matthias Ewender (LG Region Landshut) und Joseph Katib (LAC Quelle Fürth), die 64 Sekunden nach ihm Hand in Hand die Ziellinie überquerten. In der Gesamtwertung hat Hillebrand jetzt schon 1:26 Minuten Vorsprung auf Katib und ist damit auf dem besten Wege, die Winterlaufserie zum dritten Mal in Folge zu gewinnen.

Auch bei den Frauen bahnt sich ein Déjà-vu an: So gewann Vorjahressiegerin Yvonne Kleiner (LG Stadtwerke München) in 1:07:38 Stunden – 40 Sekunden vor Marina Rappold (LG Telis Finanz Regensburg). In der Gesamtwertung liegt die 44-Jährige nunmehr 4:28 Minuten vor Mikki Heiß (LG Telis Finanz Regensburg). Ungleich spannender dürfte es beim dritten Teil der Winterlaufserie am 24. Februar bei den Schülern werden. Zwar holte sich im zweiten Lauf erneut Mark Bittner aus Erding den Tagessieg. Doch sein Vorsprung in der Gesamtwertung auf Tamino Mittag aus Jetzendorf beträgt bloß sechs Sekunden.

Inwiefern Nico Paufler am 24. Februar über die 21,4 Kilometer erneut an den Start gehen wird, ist derweil offen. Ohnehin wird das wohl eher sein Vater Marco Paufler entscheiden – unabhängig davon, wie kurz die Nacht seines Sohns war.

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