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Vermummte und andere Ausdauersportler: 980 Teilnehmer absolvieren den Ismaninger Winterlauf durch die Isarauen.
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Am Hinterrad des Organisators: Thorsten Cammann radelt den Sc hnellsten voraus (v.l.) Joseph Katib (2. Platz), Heiko Middelhoff (3.) und Sieger Johannes Hillebrand.  
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Vermummte und andere Ausdauersportler: 980 Teilnehmer absolvieren den Ismaninger Winterlauf durch die Isarauen.
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Vermummte und andere Ausdauersportler: 980 Teilnehmer absolvieren den Ismaninger Winterlauf durch die Isarauen.

Ismaninger Winterlaufserie 

Aufs richtige Schuhwerk kommt es an

Ismaning - Das zweite Rennen der 26. Ismaninger Winterlaufserie war eine rutschige Angelegenheit. Die knapp eintausend Aktiven gingen die Aufgabe unterschiedlich an: Manche mit Crosslaufausrüstung, andere mit Straßenlauf-Wettkampfschuhen – und einer sogar mit Sandalen.

Als Erster bog Thorsten Cammann ins Stadionrund des Ismaninger Sportparks ein. Allerdings nicht per Pedes, sondern auf den zwei dicken Reifen eines Mountainbikes. Kurz vor dem Ziel stieg der Organisator der Winterlaufserie ab und schob sein Zweirad schwer schnaufend am Zielkanal vorbei.

Cammann hatte den Führungsfahrer gegeben, ein harter Job angesichts des verschneiten und teilweise vereisten Kurses durch die Isarauen. „Die Jungs haben mich ganz schön auf Trab gehalten“, erzählt der durchtrainierte 46-Jährige. Damit meinte er Johannes Hillebrand (LG Stadtwerke München), der 57:26 Minuten für die 17 Kilometer benötigte, sowie dessen Verfolger Josef Katib (LAC Quelle Fürth), der 48 Sekunden langsamer war. „Entlang der gefrorenen Spurrillen war es kritisch, da bin ich einige Male ins Schleudern gekommen“, sagt Cammann.

Er war nicht der Einzige, der mit dem Untergrund zu kämpfen hatte. Reihenweise seien die Teilnehmer ausgerutscht, berichtete Christian Hohenstein von den Urban Runners Munich, der verblüffenderweise in Rennsandalen unterwegs war. „Einmal hat es mich auch hingelegt“, erzählte der Oberhachinger. Wohlgemerkt: Keiner der Aktiven beklagte sich über die Bedingungen. Im Gegenteil: „Es ist ein Winterlauf, da gehört so etwas einfach dazu“, betont zum Beispiel Thomas Mittag vom TSV Jetzendorf.

Eigentlich sind bei einem derartigen Untergrund Spikes angesagt. Doch nur Hillebrand hatte sich von den Spitzenathleten für Nagelschuhe entschieden, wenn auch nur für sehr kurze (sechs Millimeter). „Da schaut nur ein Millimeter aus der Sohle heraus“, zeigte er an seinem Schuhwerk.

Die erneut schnellste Frau, Tina Fischl (WSV Otterskirchen, 1:05:47 Stunden) erklärte, warum sie lieber mit Noppen unterwegs war: „Der erste und letzte Kilometer führt hier über Asphalt, da wird es mit Spikes schwierig. Abgesehen davon gehen 17 Kilometer mit Spikes ziemlich auf die Sehnen.“ Der Neunte der Männerwertung, Dirk Hohmann (SG Indersdorf), läuft seit einigen Jahren mit „versenkbaren“ Nägeln. „Die treten sich bei Asphalt bei jedem Schritt rein und flutschen automatisch wieder raus“, erläutert der M45-Routinier. Einen komplett anderen Ansatz fuhr M50-Senior Karlheinz Michalsky (TSV Olching): Unter sein berühmtes gelbes Pepita-Hütchen hatte er sich ein Tuch geschlungen, an den Füßen trug er Straßenlauf-Wettkampfschuhe mit einer völlig glatten Sohle. „Man darf einfach nicht zu fest auftreten, dann rutscht man auch nicht aus“, scherzt Michalsky. Hillebrands Coach Dieter Kloos wurde genauer: „Fersenläufer hatten es heute schwerer.“ Denn der Abrollprozess sei rutschanfälliger.

Sein Kollege vom MTV Ingolstadt, Roland Balzer, warf derweil schon einen Blick voraus auf die Serienwertung: „Vermutlich sind die heutigen Ergebnisse alle Makulatur, weil die Bayerischen Crossmeisterschaften (im oberfränkischen Kemmern – d. Red.) parallel zum dritten Wertungsrennen ausgetragen werden.“ Doch da scheint sich der Experte zu täuschen: Sowohl die Führenden der Männerwertung als auch Tina Fischl und Landkreis-Matadorin Ivana Gancheva, die beiden besten Frauen, haben ihren Auftritt in Ismaning am 19. Februar fest eingeplant.                 Horst Kramer

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