Spielbereit halten, hat die Deutsche Volleyballliga dem SV Lohhof empfohlen. Volleyballtrainerin Elena Kiesling mit ihrer Mannschaft in einer Auszeit
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Spielbereit halten, hat die Deutsche Volleyballliga dem SV Lohhof empfohlen.

Nächste Gegner, Dingolfing und Grimma, bis 3. Mai in Quarantäne

Ist für Lohhofs Volleyballerinnen die Saison beendet?

  • vonSilke Andersson
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Lohhof – Bislang sind die Lohhofer Volleyballerinnen gut durch diese doch sehr spezielle Zweitligasaison gekommen, die nur dank eines strengen Hygienekonzepts überhaupt möglich ist. Gut heißt in den Fall nicht nur sportlich gut, denn mit Platz drei in Reichweite ist diese Spielzeit sportlich so erfolgreich gelaufen wie seit fünf Jahren nicht, als der SVL zuletzt Platz vier erreicht hat.

Gut heißt unter den besonderen Rahmenbedingungen auch: Kein Spiel musste verlegt werden, weil beim SVL-Team selbst oder einer gegnerischen Mannschaft ein Corona-Fall aufgetreten ist. Doch das hat sich nun zwei Spieltage vor Saisonende geändert: Sowohl beim TV Dingolfing, wo Lohhof an diesem Samstag zu Gast gewesen wäre, als auch bei den Vorwärts Sachsen Volleys aus Grimma, die am 2. Mai zum Saisonfinale in Lohhof aufgeschlagen hätten, sind mehrere Teammitglieder positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Beide Mannschaften befinden sich bis mindestens 3. Mai in Quarantäne, die Partien sind auf unbestimmte Zeit verschoben.

„In erster Linie tut uns das wahnsinnig leid für die Mannschaften“, sagt SVL-Kapitänin Sandra Baier und der Verein hat beste Genesungswünsche nach Niederbayern und Sachsen geschickt. Und doch treffen die Spielabsagen auch die Lohhoferinnen, die mit zumindest noch einem Sieg ihren dritten Platz, den sie aufgrund ihres spielfreien Wochenendes an Dresden abtreten mussten, fix machen wollen. Momentan sind die Spiele zwar nur auf noch unbekannte Termine verschoben. Aber viel Luft ist nicht mehr, bis die Saison mit dem letzten bisher anberaumten Ausweichtermin am 15. Mai offiziell beendet wäre. Denn selbst wenn die Quarantäne für beide Teams am 3. Mai endet, „müssen sich die Spielerinnen zunächst noch einer Sporttauglichkeitsüberprüfung unterziehen, bevor sie überhaupt ins Training zurückkehren können“, erklärt SVL-Teammanagerin Martina Banse. Zudem hat sie erfahren, dass in beiden Teams Spielerinnen teilweise schwere Symptome zeigen, „ob es dann überhaupt sinnvoll ist, noch mal zu spielen“, hält sie für fragwürdig: „Die Gesundheit geht vor!“

Bei der Deutschen Volleyballliga haben sie Lohhof vorerst empfohlen, sich spielbereit zu halten – doch im Grunde ist die Liga entschieden. Der Meister steht mit dem VC Neuwied bereits fest, Wiesbaden ist sicher Vizemeister und Absteiger gibt es keine, weil es aus den Dritten Ligen aufgrund des Saisonabbruchs dort keine Aufsteiger gibt. Nur den letzten noch unentschiedenen Treppchenplatz würden sich die Lohhoferinnen einfach gerne holen und deshalb haben Mannschaft und Trainerinnen auch beschlossen, vorerst normal weiter zu trainieren. Was die Teammanagerin absolut versteht, „Abbrechen würde mir in der Seele weh tun, es wäre ein unverdientes Ende und die Saison wäre einfach wieder unvollendet.“

Andererseits wird bei der Teamverantwortlichen – abgesehen von den Problemen, Nachholtermine zu finden – der Wunsch immer größer, es mit dieser außergewöhnlichen Saison „langsam auch mal gut sein zu lassen. Toi, toi, toi ist bei uns bisher alles gut gegangen, und darauf können wir auch stolz sein. Aber man sieht an der Partie Grimma gegen Dingolfing letztes Wochenende, wie schnell es gehen kann. Wir wünschen allen Erkrankten erst einmal schnelle und vollständige Genesung, das ist jetzt das wichtigste!“ SILKE ANDERSSON

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