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Immer wieder fanden die Alpenvolleys die Lücke im Herrschinger Block. 

Jetzt kommen die Bewährungsproben

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Nach dem glatten 3:0 (25:21, 25:21, 25:21)-Derbysieg über Herrsching reist Bundesliga-Spitzenreiter Hypo Tirol Alpenvolleys Haching sehr selbstbewusst zum Gastspiel am Mittwoch (19.30 Uhr) bei Titelverteidiger Berlin.

Unterhaching/Innsbruck – Stefan Chrtiansky war es am verschmitzten Grinsen deutlich anzusehen: Der Alpenvolleys-Coach war so richtig zufrieden mit seinen Volleyballern, auch wenn das Resultat gegen Herrsching als Pflichtsieg einzustufen ist. Selbst, dass die kämpferischen Gäste in jedem der drei Durchgänge zunächst kräftig Paroli boten, in den ersten beiden Sätzen sogar führten, auch, weil sich sein Team einige unnötige Fehler leistete, störte Chrtiansky nicht. „Da wollten meine Spieler zu viel“, räumte er zwar ein, betonte aber auch den positiven Effekt dieser anfangs vielleicht etwas zu ungestümen Spielweise: „Sie waren gleich sehr aggressiv. Das war gut. Und dann muss man sein Spiel durchziehen. Das haben wir gut gemacht.“

Besonders freute den Trainer, dass dieser am Ende doch sichere Erfolg gleichmäßig auf vielen Säulen ruhte, auch wenn der zum wertvollsten Spieler erkorene Pawel Halaba mit seinen Angriffsvariationen von wuchtig bis clever, denen er im Erfolgsfall ein entspanntes Lächeln folgen ließ, besonders herausstach. „Halaba war sehr gut, natürlich, aber wir haben als Kollektiv stark gespielt und viel Druck gemacht“, lobte Chrtiansky, der nicht zuletzt dank des mittlerweile glänzenden Teamworks seines zu Saisonbeginn ja in wesentlichen Teilen neu zusammengestellten Ensembles den nächsten Aufgaben optimistisch entgegenblickt: „Das Selbstvertrauen ist kein Zufall. Die Mannschaft wächst zusammen, die Spieler machen viel gemeinsam. Man merkt es auch im Training. Es funktioniert alles immer besser.“

Doch die echten Bewährungsproben folgen nun erst, zunächst morgen in Berlin, dann in der ersten Märzhälfte bei Rekordmeister Friedrichshafen sowie in Innsbruck gegen die Verfolger aus Frankfurt und Düren, die zwar schon etwas zurückliegen, aber immer für eine Überraschung gut sind. „Wir haben jetzt vier schwere Spiele vor uns“, weiß auch Chrtiansky, der aber zu genießen scheint, dass seine Mannschaft als Spitzenreiter zunächst nicht unter dem ganz großen Zugzwang steht: „In Berlin wollen wir punkten. Wieviel, werden wir sehen. Aber direkte Punkte zählen doppelt.“ Auf die Frage nach den Aussichten in der Hauptstadt muss der Slowake dann wieder so verschmitzt grinsen, dass man ihm anmerkt, wie gelegen ihm dieses Spitzenspiel kommt, auch wenn er eine präzise Antwort schuldig bleibt: „Ich will nicht zu viel sagen. Wir respektieren Berlin, aber wir sind gut drauf.“

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