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Ruhig durchs wilde Wasser: Nico Paufler lässt in seinem ersten Jahr in der Männerklasse bei der Ilz-Regatta die Konkurrenz hinter sich.

Kanu

Nico Paufler sichert sich Startplatz für Wildwasser-EM

  • Patrik Stäbler
    VonPatrik Stäbler
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Nach großen Erfolgen sagen Sportler gerne jenen Satz, wonach sie noch gar nicht realisiert hätten, was sie soeben erreicht haben. Im Fall von Nico Paufler ist das jedoch nicht nur so dahergeredet, sondern es trifft sogar im Wortsinn zu.

Ismaning – Denn erst nachdem der Kanute aus Ismaning bei der Ilz-Regatta nahe Passau die Männer-Konkurrenz etwas überraschend hinter sich gelassen hat, erfährt der 19-Jährige: Durch diesen Sieg über die Classic-Distanz von rund vier Kilometern hat er sich einen Startplatz für die Wildwasser-Europameisterschaft gesichert, die Mitte Mai in Mazedonien stattfindet.

„Ich hatte das gar nicht auf dem Schirm“, sagt Nico Paufler, der in dieser Disziplin für den KKR Rosenheim startet. „Vielleicht war das auch gut, denn so konnte ich das locker angehen.“ Ein wenig habe er ja schon darauf gehofft, bei der EM dabei zu sein, gesteht er – „schließlich habe ich im Winter richtig viel gemacht“. Aber dass es gleich so gut klappen würde, damit habe er dann doch nicht gerechnet.

Dazu muss man wissen: Für Nico Paufler, dessen Familie aus dem Ismaninger Ortsteil Fischerhäuser stammt, ist die laufende Saison das erste Jahr bei den Herren. Zuvor hat er 2016 bei den Junioren noch mal kräftig abgeräumt. So holte er bei der Marathon-Europameisterschaft Bronze und bei der Wildwasser-EM zweimal Silber. Und auch in der dritten Kanu-Disziplin, dem Rennsport, den man von Olympia kennt, gehört Nico Paufler zu den hoffnungsvollsten Talenten im Land.

Nichtsdestotrotz hatte auch der Nachwuchsmann selbst angenommen, dass er nach seinem Wechsel zu den Herren erst mal eine längere Eingewöhnungszeit brauchen werde. Zumal bei ihm auch privat eine neue Lebensphase begonnen hat: Seit September studiert Nico Paufler Kunststofftechnik in Rosenheim, wo er unter der Woche auch trainiert. „Das klappt momentan super. Ich bin von daheim in zwei Minuten und von der Uni in zehn Minuten im Training. Da kann ich auch mal schnell aufs Wasser, wenn eine Vorlesung ausfällt.“

An den Wochenenden ist Nico Paufler zumeist im heimischen Ismaning – oder bei Wettkämpfen. So fährt der 19-Jährige Anfang Mai zur Deutschen Meisterschaft im Kanu-Marathon, ehe es wenige Tage später zur Wildwasser-EM nach Mazedonien geht.

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