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Bei der letzten Portage an Land verliert der Ismaninger Nico Paufler die entscheidenden Sekunden. 

Kanu-WM

Paufler entgleitet die WM-Medaille

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Die erträumte WM-Medaille entgleitet dem Ismaninger Kanuten Nico Paufler nicht auf dem Wasser, sondern an Land. Bei der letzten Portage des 26 Kilometer langen Rennens bei der Marathon-Weltmeisterschaft der U23-Athleten in China zieht der 21-Jährige sein Boot quasi zeitgleich mit dem Ungarn Mate Gyorgjakab aus dem Wasser. Vor ihnen liegen zwei Dänen uneinholbar vorne, weshalb es zwischen den beiden nun um Bronze geht.

Fischerhäuser – Die erträumte WM-Medaille entgleitet dem Ismaninger Kanuten Nico Paufler nicht auf dem Wasser, sondern an Land. Bei der letzten Portage des 26 Kilometer langen Rennens bei der Marathon-Weltmeisterschaft der U23-Athleten in China zieht der 21-Jährige sein Boot quasi zeitgleich mit dem Ungarn Mate Gyorgjakab aus dem Wasser. Vor ihnen liegen zwei Dänen uneinholbar vorne, weshalb es zwischen den beiden nun um Bronze geht.

Und das schnappt sich letztlich der Ungar, weil er die fitteren Beine hat und bei der finalen Portage – also dem Tragen des Kanus über Land – schneller ist als sein Kontrahent. „Ich war zu dem Zeitpunkt schon ganz schön kaputt“, räumt Nico Paufler ein. Die Folge: Als der Kanute aus dem Ortsteil Fischerhäuser sein Boot wieder zu Wasser lässt, liegt Mate Gyorgjakab gut zehn Sekunden vor ihm. Und diesen Rückstand kann der Deutsche auf den letzten 1000 Metern nicht mehr wettmachen. Immerhin: Im Schlussspurt setzt er sich gegen den Briten James Russell durch, sodass am Ende Platz vier für ihn zu Buche steht.

„Zuerst war ich ein bisschen enttäuscht. Wenn man so nahe dran ist, dann will man natürlich auch die Medaille“, sagt Nico Paufler. „Aber von außen betrachtet muss man sagen, dass es ein gutes Ergebnis ist – und eine deutliche Steigerung im Vergleich zum letzten Jahr.“ Da war der Ismaninger bei der U23-WM auf Rang elf gefahren; diesmal wurde er also Vierter – und landete überdies im Sprint-Rennen der Männer über 3,6 Kilometer auf einem starken achten Platz.

„Für mich ist das ein guter Saisonabschluss“, resümiert Paufler, der mit gemischten Gefühlen auf das Jahr zurückblickt. Bei der U23-Weltmeisterschaft im Wildwasser-Kanu – das ist die zweite Disziplin, in der er zur Weltspitze gehört – holte der 21-Jährige Gold im Einzel sowie Silber und Bronze mit der Mannschaft. „Das war für mich der positive Höhepunkt“, sagt er. Weniger gut lief es dagegen bei der Wildwasser-EM der Männer in Slowenien, wo Paufler im Einzel nur Siebter wurde und mit der Mannschaft auf dem undankbaren vierten Rang landete. „Das habe ich mir anders vorgestellt“, räumt er ein.

Und dennoch: „Die Erfolge in diesem Jahr sind für mich zusätzliche Motivation für die Vorbereitung auf nächste Saison“, betont Nico Paufler, der nun ins Wintertraining einsteigt – diesmal unter erschwerten Bedingungen. Denn aktuell arbeitet der Student der Kunststofftechnik für seine Bachelorarbeit bei einer Firma in Garching-Hochbrück. Von daher wird Nico Paufler oft frühmorgens auf der Regattastrecke in Oberschleißheim trainieren – jedoch nicht in den kommenden Tagen. Denn nach der Heimkehr aus China hat sich der extrem trainingsfleißige Kanute eine komplette Woche ohne Paddel in der Hand verordnet – die erste seit mehr als einem Jahr.

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