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Das Kirchheimer Sprint-Talent Fabian Olbert auf dem Weg zu Gold im 60-Meter-Sprint. Im Ziel hatte er einen Meter Vorsprung.

Leichtathletik

Kirchheimer Fabian Olbert sprintet zum Deutschen Meistertitel

Die Leichtathletik-Sprinter aus Kirchheim haben derzeit einen perfekten Lauf: Bei den 52. Deutschen Jugendhallenmeisterschaften der Jugend U20 eroberten sie im Trikot der LG Stadtwerke München eine Gold- und eine Silbermedaille - und eine ganz herbe Pleite.

KirchheimFabian Olbert war als aktueller Bayern-Rekordler, Deutscher Ranglistenerster und Weltranglisten-Vierter der ganz große Favorit im 60 Meter-Lauf - und die berühmte „Butter vom Brot“ ließ er sich deshalb nicht nehmen. So spurtete er bereits im Vorlauf zur schnellsten Zeit mit 6,87 Sekunden und überstand auch den Zwischenlauf mühelos mit ausgezeichneten 6,78 Sekunden. Im Finale machte er den Deckel noch einmal richtig zu, zeigte sich reaktionsschnell und stürmte auf 6,70 Sekunden zum überlegenen Deutschen Meistertitel. Dabei blieb er nur winzige zwei Hundertstelsekunden über seinem persönlichen Rekord, doch „der Titel war mein primäres Ziel“, verriet der Kirchheimer sehr zufrieden.

Klar: „Vater“ des Erfolges ist und bleibt sein Trainer Michael Ehrenreich. „Mit ihm als Trainer hab eich einfach ein riesiges Glück gehabt“, weiß Olbert der trotz seiner Erfolg immer noch bescheiden ist.

Wie schnell Olbert im Finale war bestätigt sein Vorsprung: Einen Meter hatte er Abstand auf den Zweiten Malte Stangenberg vom LC Jena mit 6,80 Sekunden und knapp 1,5 Meter auf den Weitsprung-Vierten Juan-Sebastian Kleta vom TV Gelnhausen (3./6,86 Sek.). Im 400 Meter-Lauf präsentierte sich der Kirchheimer Vincente Graiani ebenfalls von seiner besten Seite – die letzten Wettkämpfe kündigten schon an, dass er diesmal weit vorne im 400 Meter-Lauf mitspurten kann. So erzielte der 18-Jährige bereits im Vorlauf die zweitschnellste Zeit mit 49,11 Sekunden. Im Finale legte er noch einmal nach: Eisern kämpfte sich der Schützling der beiden Bayerischen Kader-Trainer Patrick Saile und Andreas Knauer auf glänzende 48,93 Sekunden. Nach einem massiven Rempler und beinahe einem Sturz in der Mitte der Distanz wäre der Kirchheimer sogar noch ein bisschen schneller unterwegs gewesen. Am Ende wurde er redlich belohnt und gewann seine bislang erste DM-Einzel-Medaille; Als neuer Deutscher Vize-Meister unterlag er am Ende nur dem favorisierten Willy Stollhoff vom LAC Erdgas Chemnitz mit 48,30 Sekunden. „Ich bin sehr zufrieden, doch zeitlich ist nach der Rempelei sicherlich noch viel mehr drin“, weiß Graiani.

Als Titelfavorit ging auch die 4 x 200 Meter-Staffel der LG Stadtwerke München an den Start, zumal sie bereits vor ein paar Wochen bei einem „Gaudi-Rennen“ bei der Südbayerischen Meisterschaft die Deutsche Jahresbestzeit mit 1:27,79 Minuten geschafft hatten. Im Vorlauf unterstrich das Quartett mit Fabian Olbert bereits die Titelambitionen mit der schnellsten Zeit von 1:28,88 Minuten.

Im Finale waren dann auch wieder mit Fabian Olbert und Vincente Graiani beide Kirchheimer im Team - doch der Traum platzte, obwohl sie mit 1:27,15 Minuten klar gewannen. Nach einem überlaufenen Wechsel wurde das Münchner Team nachträglich disqualifiziert. Und damit wurde der Hamburger SV neuer Deutscher Meister mit 1:28,46 Minuten vor dem TV Wattenscheid (1:30,36 Min.). So ganz zu Ende ist die Hallen-Saison für die beiden Sprinter noch nicht, denn bereits am kommenden Wochenende wollen sie nochmals „Gas geben“ und auf die Jagd nach neuen Bestzeiten Ausschau halten bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften der Männer in Leipzig.

Das Traumziel von Fabian Olbert ist dann das 60 Meter-Finale während Vincente Graiani ebenfalls auf eine Platzierung in der „Top 6“ spekuliert.

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