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Der Erfolgskader des TSV Unterhaching : (hinten v.l.) Trainer Rudi Stein, Daniel Günther, Christoph Günther, Lukas Schoch, Camillo Cervigni, Linus Heinzinger, Lukas Krüger, Lowis Rapp, Co-Trainer Rikardis Reitmayer, (vorne v.l.) Julius Thiel, Lars Leuchtenberger, Marcel Pons und Pascal Mayser.

Hachings Volleyball-Talente nutzen den Heimvorteil

Kreismeisterschaft:  Volleyball-Talente  des TSV Unterhaching  nutzen den Heimvorteil

Unterhaching – Zur Endrunde der Volleyball Kreismeisterschaft 2019 hatte der TSV Unterhaching die U18-Junioren in die Bundesliga-Halle am Utzweg eingeladen. Die Voraussetzungen waren dabei klar: Die Top 3 würden sich am Ende eines Turnier-Marathons mit 20 Spielen für die Oberbayerische Meisterschaft 2020 qualifizieren. Und die kleine Sensation ist tatsächlich geglückt: Das junge Team des TSV Unterhaching mit durchgehend Spielern unter 16 Jahren, trainiert von Rudi Stein, erkämpfte sich den 3. Platz und ist damit für die Oberbayerische Meisterschaft qualifiziert, die am 25. und 26. Januar in Holzkirchen stattfindet.

In der auf nur jeweils zwei Sätze angesetzten Gruppenphase setzten sich die Hausherren zunächst deutlich mit 2:0 gegen St. Wolfgang durch, die Partie gegen Hallbergmoos endete 1:1. Chancenlos waren die Hachinger beim 0:2 gegen die Mannschaft des TSV Mühldorf, den erklärten Turnierfavoriten; das Mühldorfer Team hatte einige Spieler in seinen Reihen, die kurz zuvor mit dem Ruperti-Gymnasium Deutscher Schulmeister geworden waren.

„Der Satzverlust gegen Hallbergmoos war der Tiefpunkt und zugleich der Wachrüttler für uns“, so Rudi Stein nach der Vorrunde, die seine Schützlinge auf Rang zwei beendeten, womit sie ins Halbfinale einzogen. Dort wartete mit dem TSV Vaterstetten der souveräne Sieger der Gruppe B, der sich gegen Hohenbrunn-Riemerling, Gars und Isen mühelos durchgesetzt hatte.

Und auch Unterhaching war chancenlos: Mit 25:8 und 25:12 machte Vaterstetten kurzen Prozess mit den Gastgebern, die den überragenden Hauptangreifer ihres Gegners nie in den Griffe bekamen. „Wir haben die U18 im Sommer nachgemeldet, um unseren jungen Spielern, die bis auf einen alle in der U16 spielberechtigt sind, die Möglichkeit zu geben, unter anspruchsvollen Bedingungen dazuzulernen“, berichtete Rudi Stein. „Vor allem Mühldorf und Vaterstetten haben unsere Schwächen aufgedeckt, das waren echte Lehrstunden, und wir wissen jetzt sehr genau, woran wir arbeiten müssen.“

Damit war Gars der Gegner des TSV Unterhaching im Spiel um Platz drei, das absoluten Endspiel-Charakter hatte: Denn während die Finalisten Mühldorf und Vaterstetten das Ticket zur Oberbayerischen Meisterschaft als Nummer eins und zwei des Turniers schon fix in der Tasche hatten – Vaterstetten setzte sich in einer hochklassigen und umkämpfen Partie mit 2:1 durch – war die Partie um Platz drei ein echtes Endspiel: Nur der Sieger durfte sicher am OBB-Entscheid in Holzkirchen teilnehmen. Und dorthin wollten die U18-Junioren des TSV Unterhaching unbedingt, was sie von Beginn an deutlich machten: Lautstark angefeuert vom Hachinger Anhang, holte sich die Mannschaft gegen das favorisierte Team des TSV Gars am Inn den ersten Satz mit 25:21. Spektakuläre Abwehraktionen und durchschlagskräftige Angriffe führten ein ums andere Mal zum Erfolg. Unterhaching machte Druck im Aufschlag und gab keinen Ball verloren.

Auch im zweiten Durchgang spielten beide Teams auf Augenhöhe, lieferten sich lange Rallyes und ein enges Spiel. In der Endphase war es schließlich wiederum der TSV Unterhaching der davon zog und auch Satz 2 mit 25:21 beendete. Neuzugang Daniel Günther hatte die Ehre, den Matchball für Unterhaching zu verwandeln, womit der TSV das Ticket für Holzkirchen löste.

Der TSV Hohenbrunn-Riemerling beendete das Turnier auf dem 7. Platz, setzte ich dabei im letzten Spiel mit 2:1 gegen Hallbergmoos durch.

Fazit von Rudi Stein: „Die Partien gegen St. Wolfgang und Gars waren sehr gut, und im entscheidenden Spiel um Platz drei war vor allem auch die Stimmung im Team phantastisch. Dass wir mit diesem jungen Team zur Oberbayerischen gekommen sind, ist sensationell.“ MATTHIAS LETTENBICHLER

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