Jubelnde Hachinger auf dem Spielfeld und den Rängen: Vor 550 Zuschauern lösen die Generali-Volleyballer die Pflichtaufgabe gegen den TV Rottenburg konzentriert mit einem 3:0-Sieg. Foto: Robert Brouczek

Lässiger 3:0-Sieg mit Luft fürs Rotationsprinzip

Unterhaching - Es war nicht mehr als eine lässig erledigte Pflichtübung: Erwartungsgemäß besiegte Generali Haching im Heimspiel der Volleyball-Bundesliga den TV Rottenburg vor 550 Zuschauern mit 3:0 (25:17, 25:20, 25:17).

Hachings Trainer Mihai Paduretu begann mit der Rotation schon in der Startformation: Für Stamm-Zuspieler Branislav Skladany durfte sich diesmal Huib den Boer als Passgeber versuchen. Und der Holländer hatte zunächst keine Probleme das Spiel aufzuziehen, weil die mit ihm auf dem Feld stehenden Stammkräfte nach dem Champions-League-Höhepunkt vier Tage zuvor gegen Cuneo nicht in das befürchtete Motivationsloch fielen. Haching ging die Partie konzentriert an, führte im ersten Satz durchgehend. Da half auch der exaltierte Veitstanz von Rottenburgs bekannt engagiertem Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger nach drei Punkten seines Teams am Stück (vom 15:9 zum 15:12) wenig. Paduretu konnte beim 16:13 getrost einen in zweierlei Hinsicht überraschenden Wechsel vornehmen: Ferdinand Tille, der nach einer Daumenverletzung noch gar nicht richtig trainiert hatte kam, und das nicht etwas auf seiner Spezialposition als Libero, sondern als Ersatz für Außenangreifer Alexander Shafranovich. Als Tille nach ein paar gelungenen Defensivaktionen wieder vom Feld ging, hatten die Gastgeber ihren Vorsprung auf 23:15 ausgebaut. Der Rest des Durchgangs war nur noch Formsache. Den ersten Satzball wehrte Markus Pielmeier, der Ex-Hachinger in Rottenburgs Reihen, zwar noch ab, den zweiten verwandelte er aber selber, indem er seinen Aufschlag zum 25:17 ins Netz setzte.

Der zweite Abschnitt gestaltete sich anfangs etwas schwieriger, Rottenburg führte im Kopf-an-Kopf-Rennen sogar kurz (5:6), doch dann lief alles wie geschmiert: Tille durfte erneut für einige Ballwechsel aufs Feld, ebenso Robert Hupka, der Denis Kaliberda bis zum Ende der Partie ersetzte. Doch egal, mit wem Haching spielte: Nie stellte sich das Gefühl ein, es könnte etwas schief gehen. Max Günthör nutzte den zweiten Satzball zum 25:20.

Dass Rottenburg im dritten Satz zu Beginn noch etwas hartnäckigeren Widerstand leistete, erhöhte allenfalls den Trainingseffekt für die Hachinger, die ab dem 13:12 wieder davonzogen. Der eingewechselte Youngster Simon Hirsch verwandelte den ersten Matchball zum 25:17. Huib den Boer, der bei seinem ersten Saisoneinsatz von Beginn an als wertvollster Hachinger Spieler ausgezeichnet wurde, meinte. „Wir waren so konzentriert, wie wir es uns vorgenommen haben. Wenn man nachlässig ist, wird es auch gegen solche Mannschaften schwer. Aber wir haben sehr solide gespielt, das sieht man auch am Ergebnis.“

Umberto Savignano

Generali Haching: den Boer, Dünnes, Kaliberda, Shafranovich, Günthör, Cedeno, Prüsener; Tille, Hupka, Hirsch, Strohbach

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