+
„Mein Herz hängt am TSV“: Markus König ist Unterföhring auch nach seinem Umzug vor zehn Jahren nach Gröbenzell treu geblieben.

Tischtennis - TSV Unterföhring

Markus Königs Revanche nach 40 Jahren

  • Patrik Stäbler
    VonPatrik Stäbler
    schließen

Markus König (50) gewinnt ein besonderes Duell in seiner Tischtennis-Karriere.  Seit 1986 spielt er in der Ersten Mannschaft des TSV Unterföhring.

UnterföhringVor zwei Wochen ist Markus König mit dem TSV Unterföhring beim TSV Isen II angetreten – „und eigentlich wäre danach der richtige Zeitpunkt gewesen, um aufzuhören“, sagt der 50-Jährige. „Denn da hat sich der Kreis geschlossen.“

Markus König meint damit sein Wiedersehen der besonderen Art mit Ingo Kaussler, gegen den er in Isen im Einzel gespielt hat. Die beiden waren sich bereits vor vierzig Jahren an einer Platte gegenüber gestanden – beim Tischtennisturnier der 5. Klassen im Werner-Heisenberg-Gymnasium in Garching. „Wir waren damals beide im Endspiel, das weiß ich noch wie gestern“, erzählt König. Zum einen, weil seinerzeit sämtliche Mitschüler die beiden Finalisten anfeuerten – „vor so vielen Zuschauern habe ich danach nie wieder gespielt“, sagt König und grinst. Und zum anderen: „Das war das einzige Mal, dass ich nach einem Spiel geweint habe“ – nachdem er im Entscheidungssatz mit 19:21 den Kürzeren gezogen hatte.

Nun ist es beileibe nicht so, dass diese Niederlage dem Buben die Lust auf Tischtennis geraubt hätte – im Gegenteil: Seit er 15 ist, spielt Markus König beim TSV Unterföhring, die letzten 32 Jahre durchgehend in der ersten Herren-Mannschaft. „Ich habe kaum mal ein Punktspiel verpasst. Und natürlich sind in all der Zeit auch viele Freundschaften im Verein entstanden.“ Und so stand ein Wechsel nie zur Debatte – auch nicht, nachdem König vor gut zehn Jahren nach Gröbenzell umgezogen ist. „Ich hätte dort gleich zwei Vereine fußläufig vor der Haustür“, sagt er. „Aber mein Herz hängt am TSV. Nach so langen Jahren kennt man den Verein und alle Leute dort.“

Bleibt eigentlich nur noch die Frage, wie das Wiedersehensduell mit Ingo Kaussler in Isen ausgegangen ist? „Diesmal habe ich gewonnen, in vier Sätzen“, sagt König und ein Lächeln umspielt seinen Mund. „Ich habe also gewissermaßen Revanche genommen“ – nach vierzig Jahren.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare