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Marterer mausert sich zum Favoriten

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Von: Nico Bauer

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Maximilian Marterer von der TennisBase zieht nach einen hoch spannenden Match in die zweite Runde ein.
Maximilian Marterer von der TennisBase zieht nach einen hoch spannenden Match in die zweite Runde ein. © Bauer

Ismaning – Erst wenige Tage läuft das Hauptturnier der Wolffkran Open in Ismaning, und bei dem hochkarätig besetzten Tennis-Challenger ist schon mehr passiert als in anderen Hallen während einer ganzen Woche. Drei der vier topgesetzten Spieler sind ausgeschieden und ein deutscher Sieg nach Yannick Hanfmann 2017 wird immer wahrscheinlicher.

Erstmals hatten in Ismaning drei Spieler aus den Top 100 der Weltrangliste gemeldet, und in der zweiten Runde steht nur einer aus diesem Trio. Der topgesetzte Australier Jordan Thompson, hat gegen den tschechischen Qualifikanten Jonas Forejtak mit 7:5, 2:6, 2:6 die Oberhand behalten. Damit hat sich von den statistischen Favoriten nur der an Nummer drei gesetzte Italiener Andreas Seppi durchgesetzt.

In der ersten Runde gab es ein Match, dass so etwas wie ein heimliches Halbfinale war. Der an zwei gesetzte Ex-Turniersieger Jiri Vesely traf auf Maximilian Marterer von der Tennisbase Oberhaching. Das war das Duell zweier gnadenloser Aufschläger. Marterer setzte die Asse mit Köpfchen, Veseli dagegen mit der Geschwindigkeit von 200 plus X Stundenkilometern.

Bezeichnend waren zwei Aufschlagspiele Veselis im ersten Satz. Mit zwei Doppelfehlern am Stück gab der Tscheche das Break zum 1:3 ab, machte das Rebreak und gewann dann ein Aufschlagspiel mit vier Assen. Marterer zuckte nicht einmal und lief nur von der einen Seite zur anderen.

Wenn zwischen den Aufschlägen Tennis gespielt wurde, hatte Marterer das etwas größere Repertoire. Er gewann den ersten Satz mit 10:8 im Tiebreak. Nach einem frühen Break brachte er den zweiten Satz mit 6:4 nach Hause – und jetzt wird Marterer hochgehandelt für das Finale am Sonntag.

Doch zunächst trifft Marterer im deutsch-deutschen Duell auf Mats Rosenkranz, der die Wildcard des Deutschen Tennis Bundes bekommen hatte.

Max Rehberg früh raus

Wie im Vorjahr war der junge, am Anfang seiner der Profikarriere stehende Max Rehberg der lokale Hoffnungsträger. Der ehemalige Aschheimer ist ein Hoffnungsträger der Tennisbase Oberhaching und hat dieses Jahr bei den Junioren starke Matches bei den Grand Slams der Junioren absolviert.

Im Herrentennis braucht er noch etwas Zeit. Er startete in Ismaning mit einer Wildcard und unterlag dem finnischen Qualifikanten Otto Virtanen 5:7 und 2:6. Vor allem im ersten Satz sah es anfangs gut aus für Rehberg. Er führte schnell mit einem Break Vorsprung und war nach dem Ausgleich bis zum 5:5 auf Augenhöhe. In Durchgang zwei machte der Finne dann kurzen Prozess. Der in der Weltrangliste um Platz 1000 stehende Rehberg hätte mit einem Sieg in Ismaning einen Riesensprung nach vorne machen können.

Das Highlight aus Ismaninger Sicht war das Doppel von Michael Weindl und Marko Krickovic. Die beiden Akteure aus der Regionalligamannschaft des TC Ismaning hielten gegen den Deutschen Julian Lenz und den Österreicher Tristan-Samuel Weissenborn gut mit. Mit 6:7 (2:7) und 4:6 gingen die beiden Sätze aber verloren.

Weiterer Turnierverlauf

Noch bis Sonntag laufen die Wolffkran Open im Sportpark und Zuschauer können mit der 3G-Regel dabei sein. Tickets, Ergebnisse und Spielansetzungen können unter www.wolffkran-open.de abgerufen werden.

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