„Das ist ein absolutes Privileg“: Max Rehberg hatte sich schon auf die Qualifikation eingestellt. Foto: Jürgen Hasenkopf/BTV
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„Das ist ein absolutes Privileg“: Max Rehberg hatte sich schon auf die Qualifikation eingestellt.

Aschheimer erhält Wildcard für Weltranglistenturnier in Ismaning

Max Rehberg steht im Hauptfeld der Wolffkran Open

  • vonNico Bauer
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Max Rehberg aus Aschheim bekommt das Spiel seines Lebens. Etwas überraschend erhielt der 17 Jahre junge Aschheimer eine Wildcard für das Weltranglistenturnier Wolffkran Open. Er gehört damit zu einer Handvoll deutscher Talente, denen beim Ismaninger Tennisturnier auf die Sprünge geholfen werden soll.

Ismaning – In den vergangenen Jahren gab es immer fünf Wildcards, die vom Deutschen Tennis Bund (DTB), dem Bayerischen Tennis-Verband (BTV) und Turnierdirektor Peter Aurnhammer aufgeteilt wurden. Heuer gibt es nur drei Wildcards und der DTB hatte die Hand auf allen, weil der nationale Verband wegen der Corona-Unsicherheiten seine finanzielle Unterstützung für das Turnier erhöht hatte.

Peter Aurnhammer hatte offiziell nichts zu sagen, wurde sich aber schnell einig mit dem Daviscup-Teamchef Michael Kohlmann. Wildcard eins bekommt der Nürnberger Maximilian Marterer, der lange verletzt war und nun schnellstmöglichst wieder in die Top 100 der Weltrangliste zurückkehren möchte. Von seinem Potenzial her kann er sicher jeden schlagen beim Ismaninger Turnier, dass an diesem Wochenende im Sportpark an der Grünfleckstraße mit der Qualifikation beginnt.

Die lokale und für den DTB auch spannende Option ist Max Rehberg, der vor dem Corona-Lockdown mit zwei Turniersiegen bei den Junioren auf Platz 109 geklettert ist. Rehberg hatte sich auf die Einladung zur Qualifikation eingestellt, „was für mich auch schon etwas ganz Besonderes gewesen wäre. Ich empfinde es als absolutes Privileg, hier im Hauptfeld antreten zu dürfen.“ Mit einem Sieg kann der Aschheim schon gleich einen großen Sprung in der Weltrangliste der Männer machen. Für den Erstrundensieg bekäme er drei Weltranglistenpunkte und bei einem zweiten Sieg noch einmal sieben.

Höchstwahrscheinlich wird Oscar Otte der dritte Spieler sein, den der DTB ins Hauptfeld befördert. Damit gehen hochkarätige Bewerber aus dem Ausland leer aus. Aurnhammer hatte für Wildcards noch einmal drei Anfragen von Profis aus den Top 100, die in Ismaning Platz eins der Setzliste eingenommen hätten. Der super spannende Sebastian Korda, Nummer eins der Junioren-Weltrangliste und zuletzt Achtelfinalist bei den French Open, könnte noch ins Hauptfeld kommen. Aktuell wäre er dabei, wenn noch ein Spieler absagt.

Das Ismaninger Duo Michael Weindl und Jakob Schneider wird wahrscheinlich auch bei den Wolffkran Open aufschlagen. Die beiden Ismaninger Lokalmatadoren sind heiße Kandidaten für eine Wildcard in der Doppelkonkurrenz.

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