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TSV Haching München: Mit Fans gegen den Meister

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Von: Umberto Savignano

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Mihai Paduretu
Mihai Paduretu © dpa

Unterhaching – Am kommenden Freitag um 19 Uhr empfangen die Bundesliga-Volleyballer des TSV Haching München den ungeschlagenen Spitzenreiter, Top-Favoriten und Titelverteidiger Berlin Recycling Volleys in der Bayernwerk Sportarena. In normalen Zeiten würden sich die Fans auf den Tribünen wohl dicht an dicht drängen, zumal die Hachinger vor gut einer Woche mit dem 3: 2 gegen Giesen überraschend den ersten Saisonsieg feiern durften. Doch wegen Corona wird es nichts mit einer vollen Halle. Immerhin aber dürfen trotz der noch einmal strenger gewordenen Auflagen 300 Besucher die Löwen anfeuern. Über die aktuellen Bedingungen sprach unsere Zeitung mit Mihai Paduretu, Geschäftsführer des TSV Unterhaching und Sportdirektor der Volleyballer.

Die Fußball-Profis in Bayern spielen vor leeren Kulissen, die TSV-Volleyballer dürfen gegen Berlin wenigstens auf die Unterstützung einer kleine Fangemeinde bauen. Wie erklärt sich dieser Unterschied?

Michael Trautwein vom Sportamt der Gemeinde hat das mit dem Gesundheitsamt München Land geklärt (siehe auch untenstehenden Kasten). Wir haben maximal 300 Leute in einer Halle für 1500 Zuschauern, das heißt, wir können 1,5 Meter Abstand halten. Es kommen ohnehin nur Zuschauer aus der Region. Dazu gilt 2G plus und FFP2-Maskenpflicht, auch am Platz. Die Regeln sind damit die gleichen wie beim Spiel gegen Giesen.

Derzeit ist viel über mangelnde Testkapazitäten die Rede. Nun gilt die 2G plus-Regel mittlerweile nicht nur für die Zuschauer, sondern auch für die Spieler und natürlich auch die Helfer in der Halle. Beim Sonntagsspiel gegen Giesen soll es sogar für die Mannschaft nicht einfach gewesen sein, sich testen zu lassen.

Die Tests sind ein Problem, gerade am Sonntag. Aber jetzt spielen wir am Freitag, da sind die Apotheken offen. Das heißt, dieses Mal wird es nicht so schwierig.

Sie hatten vor der Saison auf Spiele ohne Zuschauer-Beschränkungen gesetzt, nun kam es wegen der vierten Corona-Welle doch anders. Gibt es dadurch Schwierigkeiten mit dem Budget?

Nein, ein Budget-Problem bekommen wir nicht. Wir haben alles vorher richtig berechnet.

Könnte die Pandemie-Lage Auswirkungen darauf haben, ob oder wie es mit Hachings Volleyballern in der Bundesliga weitergeht?

Wie es weitergeht, kann ich im Moment wirklich nicht sagen. Wir müssen das nach der Saison in Ruhe besprechen.

Noch eine Frage zur sportlichen Entwicklung: Der TSV hat als absoluter Außenseiter der Liga mit dem 3:2-Sieg über Giesen zuletzt für eine handfeste Überraschung gesorgt. Ist das für Sie eine Bestätigung, dass der Weg, eine junge Truppe im Oberhaus durch Duelle mit gestandenen Konkurrenten lernen zu lassen, der richtige ist?

Wir wussten das vorher. Und wir wussten auch, dass wir Geduld brauchen. Es ist nicht einfach, wenn die anderen Vereine das dreifache Budget zur Verfügung haben. Aber unsere Mannschaft hat Talent, das hat sie bewiesen. Unsere Entwicklung ist sehr gut.

Das Gespräch führte Umberto Savignano.

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