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Altmeister Stelian Moculescu hat die Berlin Recycling Volleys zum klaren 3:0 gegen die Alpenvolleys gecoacht. 

Volleyball – 1. Bundesliga

Moculescu-Team zeigt den Alpenvolleys ihre Grenzen auf

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Eine Nummer zu groß waren die Berlin Recycling Volleys für die Hypo Tirol Alpenvolleys Haching: Das Kooperationsteam aus Tirol und Oberbayern unterlag dem Titelverteidiger zuhause in Innsbruck glatt mit 0:3 (13:25, 17:25, 23:25).

Unterhaching/Innsbruck - So ein deutliches Resultat war nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Hannes Kronthaler hatte im Vorfeld der Partie sogar gefordert, es sei mal Zeit einen Großen der Volleyball-Bundesliga zu schlagen. Auf der anderen Seite hatte sich der Alpenvolleys-Manager auch auf die Begegnung mit der seit zwei Wochen in der Hauptstadt tätigen Trainer-Legende Stelian Moculescu gefreut. „Mit ihm kann es nur noch attraktiver sein“, so Kronthaler.

Wirklich attraktiv war das Spiel dann zwei Sätze lang vor allem für die mitgereisten Gäste-Fans unter den 1350 Zuschauern. Im ersten Durchgang setzten sich die Berliner vom Start weg kontinuierlich bis zum schmerzlich klaren Endstand von 13:25 ab. Im zweiten hielten die Hausherren zunächst mit. Bis 8:8 herrschte Gleichstand, bei 10:11 waren sie noch dran am Meister, der dann aber auf 10:15 und etwas später von 12:16 auf 12:19 endgültig entscheidend davonzog.

Das 17:25-Teilresultat war auch nicht gerade ein Mutmacher für den dritten Abschnitt. „Die ersten zwei Sätze haben wir sehr einfach gespielt, irgendwie ohne Idee“, gab Alpenvolleys-Trainer Stefan Chrtiansky zu. „Es hat nichts funktioniert, was wir uns vorgenommen hatten. Berlin hat heute sehr gut angenommen, damit hatte Zuspieler Pierre Pujol eine leichte Aufgabe.“ Im dritten Durchgang war es dann nicht mehr ganz so einfach für die Hauptstädter. Denn nun begann das Chrtiansky-Team endlich, richtig dagegenzuhalten. Zur ersten technischen Auszeit lag es mit 8:6 vorne. Und auch wenn Berlin danach mit drei Punkten am Stück konterte: Es blieb eng. Diagonalspieler Rudy Verhoeff holte mit einem schönen Angriff zum 19:18 die Führung zurück.

Doch es sollte das letzte Mal bleiben, dass die Gastgeber die Nase vorn hatten. Kurz darauf stand es 20:23, nach einem Time out von Trainer Stefan Chrtiansky kamen die Alpenvolleys wieder auf 22:23 heran, zwangen Moculescu seinerseits die einzige Auszeit des Spiels zu nehmen.

Nachdem der zum wertvollsten Alpenvolleys-Spieler gekürte Igor Grobelny den ersten Matchball noch abwehren konnte, entschied der Ex-Hachinger Paul Carroll nach nur 74 Minuten mit seinem 19. Punkt das Duell zu Gunsten der Gäste, bei denen offenbar schon ein Moculescu-Effekt zu spüren ist. „Berlin spielt jetzt schon mit Stelian als Trainer eine Klasse besser“, zollte Alpenvolleys-Sportdirektor und Ex-Haching-Coach Mihai Paduretu seinem einstigen Lehrmeister Respekt. Chritiansky sah es genauso: „Berlin hat mit sehr viel Selbstvertrauen gespielt. Wenn Stelian Moculescu weiter so mit der Mannschaft arbeitet, werden die Berliner ein gehöriges Wort um die Meisterschaft mitreden.“ Aber auch die Alpenvolleys sind weiter auf Kurs, sie bleiben trotz der Niederlage voll im Rennen um den angestrebten fünften Platz nach der regulären Punkterunde.

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