Stellwerksstörung: Verzögerungen und Teilausfälle auf der Stammstrecke

Stellwerksstörung: Verzögerungen und Teilausfälle auf der Stammstrecke
Schlagkräftige Verstärkung: Theodore Brunner wechselt von CMC Ravenna zu Generali Haching. Foto: Generali Haching

Der nächste Hochkaräter

Unterhaching - Mit dem US-Amerikaner Theodore „Theo“ Brunner vermeldet Generali Haching den zweiten Neuzugang für die kommende Saison.

Die Mittelblocker-Position war bei Generali Haching nach den Abgängen der Stammkräfte Max Günthör und Fredy Cedeno sowie von Joker Thiago Carvalho nahezu verwaist, nur Roy Friedrich hielt noch die Stellung. Doch der Volleyball-Bundesligist hat die entstandenden Lücken schnell wieder aufgefüllt: Nur wenige Tage nach der Verpflichtung des Finnen Konstatin Shumov vermelden die Hachinger mit Theodore Brunner, der vom italienischen Erstliga-Absteiger CMC Ravenna kommt, den nächsten international erfahrenen Neuzugang für diese Rolle.

Brunner ist 27 Jahre alt, stammt aus den USA und wechselte 2008 nach Europa, zunächst nach Griechenland. Die vergangenen zwei Jahre spielte er in Italien, vor seinem Engagement für Ravenna stand er in Verona unter Vertrag. „Er ist sehr dynamisch, außerdem stark im Angriff“, umreißt Hachings Trainer Mihai Paduretu die Qualitäten des Kaliforniers, den er auf einer USA-Reise kurz nach Saisonschluss kontaktierte.

International stand der begeisterte Beachvolleyballer Brunner allerdings noch nicht im ganz großen Rampenlicht: 2005 belegte er mit der US-Juniorenauswahl bei der Weltmeisterschaft in Indien Platz acht, 2010 gewann er mit dem A2-Team seines Landes den PanAm Cup in Puerto Rico, übrigens an der Seite von Zuspieler Kawika Shoji vom neuen Deutschen Meister Berlin Recycling Volleys.

Shoij ist nicht der einzige alte Bekannte, dem Brunner in der Bundesliga begegnen könnte. So spielte er mit Vince Devany, der vergangene Saison beim VC Gotha unter Vertrag stand, ein Jahr lang an der Universität von Santa Barbara zusammen. Den Hachinger Ex-Kapitän Steve Keir vom Moerser SC kennt er sogar so gut, dass er den Rat des Australiers suchte: „Keir hat mir den Wechsel nach Unterhaching empfohlen.“ Und auch sein neuer Mittelblocker-Kollege im Paduretu-Team ist für Brunner kein unbeschriebenes Blatt: „Kosti Shumov kenne sich aus Italien. Er ist ein großartiger Spieler.“

Über die Gründe seines Wechsel nach Unterhaching sagt der 2,04-Meter-Mann: „In Griechenland und Italien habe ich bei Klubs gespielt, die die Saison stets im Mittelfeld oder am Tabellenende beendeten. Das war für den Einstieg in Europa schon eine Herausforderung. Nach dem Abstieg mit Ravenna möchte ich nun aber gerne mit einem Team um Titel mitspielen. Ich kenne die deutschen Spitzenteams aus Berlin, Haching und Friedrichshafen. Als mir mein Manager mitteilte, dass Haching eine Option für mich sei, musste ich nicht lange überlegen.“

Brunner zählt derzeit nicht zum Kader der Nationalmannschaft, was für Paduretu den Vorteil hat, dass er ihn bereits im August im Mannschaftstraining begrüßen kann. Allerdings hat der Kalifornier die internationale Karriere noch nicht abgeschrieben: „Ich möchte mich im nächsten Sommer wieder fürs Nationalteam aufdrängen. Mein Ziel ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro.“ Mit starken Leistungen in Unterhaching will er sich dafür empfehlen: „Meine Zeit bei Generali Haching soll mich diesem Ziel einen großen Schritt näher bringen.“

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