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90 Prozent genügen auch Haching nicht

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Der Ismaninger Übermacht hatten die Hachinger zu wenig entgegenzusetzen. Foto: Robert Brouczek
Der Ismaninger Übermacht hatten die Hachinger zu wenig entgegenzusetzen. Foto: Robert Brouczek

Unterhaching - Unterhachings Handball-Männer haben im letzten Spiel der Vorrunde doch noch ihren Meister gefunden. Gegen den TSV Ismaning kassierten die Hachinger im 13. Anlauf die erste Niederlage - und das völlig verdient.

Der souveräne Durchmarsch in der Landesliga Süd ist damit zwar gestoppt, mit den ersten beiden Verlustpunkten und einem immer noch beruhigenden Vorsprung von fünf Zählern an der Tabellenspitze hielt sich der Schaden aber in Grenzen. Größe zeigte der erstmals geschlagene Spitzenreiter nach dem 32:34 (17:20) gegen den Landkreis-Konkurrenten aus dem Norden: „Im Endeffekt hatten wir keine Chance, der Sieg von Ismaning war hochverdient“, sagte Haching-Sprecher Klaus Heydenreich.

Eine offene Begegnung war es nur rund zehn Minuten lang. Da stand es noch 5:5, alles schien auf ein spannendes Spitzenspiel zwischen dem Ersten und seinem Verfolger hinauszulaufen. Während Ismaning allerdings auch die übrigen 50 Minuten souverän sein schnelles und variantenreiches Spiel durchzog, gerieten die Hausherren immer mehr ins Trudeln. „Ab diesem Zeitpunkt sind wir nur noch hinterhergetrabt“, stellte Heydenreich fest. Zur Pause lagen die Gäste mit drei Toren in Führung, den hielten sie ohne große Probleme auch im zweiten Durchgang.

Nur einmal waren die Unterhachinger noch dran. Beim 31:32 hatten sie sogar zwei gute Möglichkeiten, vergaben aber beide. „Wenn wir da den Ausgleich geschafft hätten, wäre es vielleicht noch spannend geworden“, so der TSV-Sprecher, „aber einen Punkt verdient gehabt hätten wir nicht, so ehrlich muss man sein.“

Problem im Hachinger Spiel war vor allem die Deckung. Während man vorne mit 32 Treffern durchaus zufrieden sein konnte, ließ der TSV in der Abwehr Konsequenz und Übersicht vermissen. „Immer einen halben Schritt zu wenig machen und die Zweikämpfe nicht zu suchen, das geht eben gegen ein so starkes Team wie Ismaning nicht“, lautete Heydenreichs Fazit. Und so lautete auch unterm Strich der Rückblick auf die erste Pleite: „Mit 90 Prozent Leistung gewinnt man gegen einen sehr guten Gegner in dieser Liga eben nichts.“

Ein Beinbruch war die Niederlage dennoch nicht, eher ein hilfreiches Lehrstück vor der Weihnachtspause (bis 14. Januar). „Wir stehen weiter vorne, die Stimmung hat nicht gelitten“, betonte Heydenreich, „jetzt machen wir Pause, dann drücken wir auf Neustart und werden sicher auch in der Rückrunde einige Spiele gewinnen.“ Christian Amberg

TSV Unterhaching: M. Schulze/Kunstwadl/McKie - Dauhrer (4), Bouasker (4), Schibschid (8/5), Walk (7), Abel (3), Beiche (6), A. Schulze, Stoller, Jörg, Nestler.

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