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Tropics des TSV Oberhaching: Raus aus dem Zwischentief

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Von: Harald Hettich

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Oberhaching. – Fokussiert, konzentriert und fast immer genau zielgerichtet - So wirken die Oberhachinger Basketballer in diesen wichtigen Wochen der Zweiten Bundesliga ProB. Wenn es nach fünf Serienerfolgen im alten Jahr dann einmal nicht gut läuft wie bei der jüngsten 75:92-Niederlage am vergangenen Wochenende bei Tabellenführer Dresden Titans, richtet sich der Blick in Oberhaching sofort wieder nach vorne.

„Wir hatten vor Dresden eine schwierige Trainingswoche mit einigen Ausfällen und haben am Sonntag völlig verdient verloren“, lautete Teil eins von des Trainers Mario Matic Kurzanalyse. „Doch unsere Defensivschwächen haben wir bereits ebenso wie andere Fehler im Spiel auf der Heimfahrt abgearbeitet und sind ab jetzt voll fokussiert auf das schwere Heimspiel gegen Ulm.“

Klingt einleuchtend. Es gilt sich gegen den frisch gebackenen Tabellenzweiten der Orange Factory (Sonntag, 16 Uhr, Grundschule Deisenhofen, Partie erneut nur im Livestream) wieder auf die eigenen Stärken zu besinnen. Mannschaftliche Geschlossenheit, eine starke Verteidigung und variables Scoring aus vielen Wurfarmen hatten die Gelbhemden vor einigen Wochen beim dramatischen Hinspiel an der Donau zum 76:67-Overtime-Erfolg geführt. Doch auch in Ulm und um Ulm herum am Campus in Neu-Ulm werden die Hausaufgaben entschlossen erledigt. Drei Siege in Serie fuhr das junge Team von Chefcoach und BBL-Legende Anton Gavel seit der Heim-Niederlage gegen die Tropics ein. Nach dem fulminanten 109:75-Auswärtserfolg in Karlsruhe am vergangenen Sonntag grüßen die Spieler vom Münster die Konkurrenz mit 10:3 Siegen als frischgebackener Liga-Zweiter.

Besonders auffällig wurde auch in Karlsruhe wieder der erst 18jährige Ulmer Forward Michael Rataj, der längst nicht nur mit statistischen Werten von 26 Punkten und 11 Rebounds glänzte. Der frisch gebackene, 2,03 Meter lange Juniorennationalspieler, dessen Beförderung in den Ulmer BBL-Kader wohl nur eine Frage kurzer Zeit sein dürfte, war zwar das hellste Licht auf dem Court. Aber auch das Gesamtteam der Ulmer brillierte. Allein sechs Schwaben trafen zweistellig und unterstrichen die Variabilität eines Kaders der Hoch-Veranlagten. „Wir müssen gegen Ulm wieder alle unsere Stärken abrufen und vierzig Minuten hoch konzentriert agieren“, umriss Matic wesentliche „Basics“ für sein Team, das voraussichtlich personell unverändert und damit bis auf John Boyer nahezu voll besetzt an den Start gehen kann. Fokussiert und konzentriert zu sein hilft da allemal. Aus Fehlern schnell lernen zu können, diese Fähigkeit haben die Gelbhemden in dieser Saison bereits häufig nachgewiesen. Am Sonntag dürfte diese Schubumkehr nach dem Zwischentief an der Elbe wieder nötig sein, um den derzeit tollen vierten Tabellenrang (8:5 Siege) zu behaupten und die Playoffansprüche weiter zu untermauern.

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