+
Voll zur Sache geht es beim Rugby in Unterföhring.

Rugby – 2. Bundesliga Süd

RC Unterföhring hat Platz drei im Visier

  • schließen

Der RC Unterföhring startet in die neue Rugby-Saison der 2. Bundesliga Süd. Trainer José Holgado setzt sich und dem 2012 aus der Taufe gehobenen Klub hohe Ziele.

Unterföhring – Der 2012 aus der Taufe gehobene RC Unterföhring befindet sich im siebten Jahr seines Bestehens, das aus Sicht des Vereins freilich kaum verflixt werden dürfte – im Gegenteil. Denn seit seiner Gründung hat sich der RCU im Rekordtempo zum zweitgrößten Rugbyklub in ganz Bayern entwickelt, neben U8, U10 und U12 schicken die Unterföhringer heuer erstmals auch ein U14-Team ins Rennen, und was das Aushängeschild angeht, die Männer in der 2. Bundesliga Süd, sind die Aussichten für die neue Saison ebenfalls rosig.

„Wir haben einen schlagkräftigen Kader“, gibt sich Präsident Stephan Unfried vor dem Auftaktmatch am Samstag um 15 Uhr beim TSV 1846 Nürnberg überzeugt. „Unser Minimalziel ist der Klassenerhalt“, sagt der Klubchef, ehe er einräumt: „Unser Trainer“ – das ist im dritten Jahr der bekannt ehrgeizige Argentinier José Holgado – „möchte auf den dritten Platz kommen“. Die vordersten zwei Ränge scheinen indes so gut wie sicher vergeben – an den Absteiger und Traditionsklub Neuenheim sowie an den Ersten der Vorsaison, Studentenstadt Rugby München. „Die sind quasi für Platz eins und zwei gesetzt.“

Für seinen RCU wird es derweil darum gehen, gegen die anderen Teams zu punkten – etwa gegen den Aufsteiger aus Nürnberg. Das Pikante an dem Auftaktduell ist: Vor zwei Jahren waren die Unterföhringer nur deshalb aufgestiegen, weil der Regionalliga-Meister aus Nürnberg verzichtet hatte. Seither hat der RCU jedoch personell aufgerüstet und zuletzt eine formidable Rückrunde mit drei Siegen aus sechs Spielen hingelegt. Überdies sind im Sommer weitere Neuzugänge gekommen: In Nicolas Benegas hat sich ein paraguayischer Nationalspieler dem Verein angeschlossen. Dazu kommen der Argentinier Gonzalo Crusco und aus Bamberg Hanspeter Höra, „der uns sicher helfen wird“, glaubt Stephan Unfried.

RCU: Callum Cload als doppelte Verstärkung

Gleiches gilt für Callum Cload – nicht nur mit Blick auf das Zweitligateam, sondern auf den kompletten Verein. Denn der Engländer absolviert beim RCU ein einjähriges Praktikum und soll dabei vor allem an die Schulen gehen, um dort Rugby vorzustellen und Schnupperangebote sowie regelmäßige Nachmittagskurse anzubieten. Denn mittelfristig wollen die Unterföhringer unter dem Schlagwort „Projekt RCU 2022“ eine durchgehende Jugend aufbauen, von der U8 bis zur U18, und daraus Personal für ihre Erwachsenenteams gewinnen. „Mit Callum werden wir unseren Nachwuchsbereich noch aktiver gestalten“, sagt Unfried. „Er hat einen Trainerschein und wird uns helfen, das auf eine solidere Basis zu stellen.“

Bleibt mit Blick aufs Auftaktmatch in Nürnberg eigentlich nur ein Wermutstropfen, nämlich die Verletzungen von Florian Gebhard (Kreuzbandriss) und Mawuli Amefia (Mittelfußbruch). Ersterer werde dieses Jahr wohl nicht mehr auf dem Rugbyplatz stehen, glaubt Unfried. Rugby-League-Nationalspieler Amefia dürfte dagegen nur beim Auftaktmatch sowie zwei Wochen später fehlen. Dann empfängt der RCU im ersten Heimspiel den neunfachen Deutschen Meister aus Neuenheim.

Auch interessant

Kommentare