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Re-Start nach vier Wochen Pause

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Von: Harald Hettich

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Sieht dem Basketball-Jahr optimistisch entgegen: Stavros Tsoraklidis, Trainer des TSV Unterhaching. Archiv hh
Sieht dem Basketball-Jahr optimistisch entgegen: Stavros Tsoraklidis, Trainer des TSV Unterhaching. Archiv hh © Hettich

Unterhaching – Nach rund vier Wochen Pflichtspiel-Pause fiebert Aufsteiger TSV Unterhaching dem eigenen sportlichen Re-Start in der 1. Basketball-Regionalliga Süd erwartungsfroh entgegen. Mit dem VFL Treuchtlingen gastiert an diesem Samstag (Erster Sprungball im Schulzentrum am Sportpark ist um 17.15 Uhr) ein echtes Ligaschwergewicht am Hachinger Bach.

Trotz der beeindruckenden Serie von 5:0 Siegen des Gegners bisher rechnet sich TSV-Coach Stavros Tsoraklidis gute Siegchancen für sein Team aus. Zum einen hatten die Grünhemden beim Hinspiel in Mittelfranken kurz vor der Jahreswechselpause bei der hauchdünnen 78:82-Overtime-Niederlage gegen den Tabellenzweiten und erklärten Liga-Mitfavoriten eine tolle Visitenkarte abgegeben. Zum anderen wird das Team der Hachinger wohl nach dem Auskurieren letzter Blessuren in Bestbesetzung antreten können. „Ligaplatz vier und damit Teilnahme am Meisterplayoff samt vorzeitigem Klassenerhalt bleibt unser festes Ziel“, gibt sich Tsoraklidis optimistisch.

VON HARALD HETTICH

Bei diesem Unterfangen wäre ein Erfolg gegen die seit Jahren nahezu unveränderte Truppe des VFL und damit ein Ausgleich der Siegestatistik (derzeit 3:4 Erfolge) durchaus hilfreich.

Zumal nach dem durch Corona und verschärfte Verbandsvorgaben bedingten Rückzug des bislang Tabellenletzten FireBalls Bad Aibling zum Jahreswechsel die kleine Süd-Liga auf nur noch sieben Teams geschrumpft ist.

Rein sportlich hat der Rückzug der Aiblinger zwar wenig Bedeutung, weil alle Konkurrenten-Teams gegen die Kurstädter gesiegt hatten und dadurch keine tabellarischen Verschiebungen anstehen. „Aber natürlich wird jetzt jedes noch verbleibende Match noch bedeutungsvoller“, so Tsoraklidis.

Der Umstand, dass seine Baskets in den verbleibenden fünf Matches viermal Heimrecht genießen, erzeugt hingegen beim Coach keinen Freudenschrei. „Wir müssen wohl auf Sicht noch ohne Fans auskommen“, betont er. „Da dezimiert sich ein Heimvorteil von alleine.“

Apropos Heimspiele. Nachdem für die Halle im Lise-Meitner-Gymnasium das Ende der langwierigen Renovierung eingeläutet ist und die TSV-Regionalliga-Truppe demnächst wieder dorthin umzieht, ist die Partie gegen Treuchtingen die vorerst letzte am Sportpark. In jedem Fall ist Tsoraklidis ein Auftritt in Unterhaching gegen Treuchtlingen lieber. „Deren Halle ist ungewöhnlich eng und deshalb für Auswärtsteams schwerer zu bespielen als für die daran gewohnte Heimtruppe.“ Die Hachinger haben also mit ihrer Youngster-Truppe wieder mehr Auslauf als im Hinspiel und setzen als echte Fast-Break- und Highspeed-Truppe auf die so erweiterten Räumlichkeiten. Da fällt selbst der Umstand nicht mehr sehr ins Gewicht, dass sich die Hoffnung auf eine namhafte und vor allem erfahrene Verstärkung für das Landkreis-Team über die Festtage zerschlagen hat: Aufbaulenker John Boyer wechselt wie berichtet nicht von Zweitligist Ober- zu Regionalligist Unterhaching – sondern hat sich für ein ProB-Engagement beim FC Bayern entschieden. „Schade, aber nicht zu ändern“, misst Tsoraklidis dem gescheiterten Transfer nicht allzu viel Bedeutung bei.

Kein Wunder: Nachgewiesen reichlich Qualität schlummert dennoch in seiner Aufsteiger-Mannschaft. Und die scharrt kollektiv schon mit den Hufen.

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