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Die Welle zum Schluss: Nach dem Kampf bedankt sich das Team bei seinen treuen Fans.

Ringen - Bayernliga

Isaria verpasst Meisterschaft

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Unterföhring - Es hat nicht ganz gereicht: Der SC Isaria Unterföhring hat zwar im großen Finale daheim den neuen Meister aus Lichtenfels besiegt. Doch mit zu geringer Punktedistanz für den Aufstieg. Aber erledigt hat sich das Thema Oberliga nicht.

Es ging nicht einfach nur um den Sieg gegen einen richtig starken Gegner- Der SC Isaria brauchte sieben Punkte Differenz. Die Unterföhringer Ringer versuchten vor 530 Zuschauern alles, um den direkten Vergleich zu gewinnen. Nach dem 9:15 im Hinkampf brachten sie auch diesmal den ehemaligen Erstligisten einige Male bedrohlich ins Wackeln. Doch letztlich reichte es nicht. Der 14:12 (5:9)-Sieg war unter dem Strich zu wenig. Der SC Isaria verpasst den Aufstieg in die Oberliga. Unterföhring tröstete sich damit, als einziger Club Lichtenfels besiegt zu haben und die Runde ungeschlagen bestritten zu haben.

Trainer Fabio Aiello hat monatelang gerechnet und viele Aufstellungsvarianten durchgespielt. Nach dem Wiegen war er nicht unglücklich, weil Lichtenfels mit anderen Personalentscheidungen wohl unschlagbar gewesen wäre. Der Plan für den Sieg funktionierte. Dennoch: Für sieben Punkte Differenz war eine Überraschung nötig. Nach drei Kämpfen stand es 5:2 für die Unterföhringer, doch das war der erste böse Rückschlag.

Bei ihren Punktsiegen in den unteren Gewichten ließen Abdel Basir Ibrahimi (10:6) und Vincent Kurth (12:4) einiges liegen. Ibrahimi hätte einen bis zwei Mannschaftspunkte mehr holen sollen, kam aber nicht wie gewohnt in den Kampf. Auch für Vincent Kurth waren vier statt drei Mannschaftspunkte drin. Bei optimalen Verlauf wäre eine Führung mit sechs Punkten drin gewesen. Zwei unvermeidbare Niederlagen später stand es 5:9 zur Pause.

Der Aufstieg war noch nicht gelaufen, aber es brauchte in Durchgang zwei drei erwartete Erfolge und eine Überraschung. Die geplanten Siege holten der noch nicht richtig fitte Christian Axenbeck (10:0), Juan Pablo Gonzalez Crespo (Aufgabesieger) und Michel Riesterer (4:0). Den Kubaner Gonzalez Crespo hatte der SC Isaria als Überraschungsmann einfliegen lassen. Crespo tat sich lange schwer, profitierte dann aber schließlich von einer Verletzung des Kontrahenten, der am Ende von der Matte getragen werden musste.

Nach sieben Kämpfen stand es 12:9. Mit einem Sieg von Florian Görsch wäre die Meisterschaft greifbar nahe gewesen. Tobias Schütz war im letzten Kampf seiner Karriere aber haushoher Favorit. Es knisterte in der Halle, und auf der Matte entstand ein unheimlich harter Kampf. Görsch lag 0:4 hinten, holte auf 3:4 auf und hatte den körperlich müden Lichtenfelser am Rande der Niederlage. In den letzten 20 Sekunden drohte diesem auch noch eine Disqualifikation durch die dritte Verwarnung. Es war aber klar, dass ein Mattenleiter den Aufstieg nicht entscheiden möchte mit einem harten, aber vertretbaren Pfiff.

Julian Stadlbauer war nur für Schadensbegrenzung aufgestellt worden, für die benötigten sieben Punkte hätte er aber gewinnen müssen. Das war gegen Rumen Savchev beim 0:5 nicht eine Sekunde möglich. Damit war der Lichtenfelser Aufstieg perfekt.

SC Isaria Unterföhring – AC Lichtenfels 14:12 (5:9).

57G:Abdul Basir Ibrahimi – Mario Petrov 2:0 (10:6).

130F: Sandro Punzo – Christoph Meixner 0:2 (1:5).

61F: Vincent Kurth – Dominik Sohn 3:0 (12:4).

98G: Richard Mahn – Nikolay Dobrev 0:3 (0:10).

66G:Siegfried Jonak – Venelin Venkov 0:4 (0:17 Schultersieg).

86F: Christian Axenbeck – Christian Merkel 3:0 (10:0).

66F: Juan Pablo Gonzalez Crespo – Christian Lurz 4:0 (10:0 Aufgabe)

86G:Florian Görsch – Tobias Schütz 0:1 (3:4).

75G: Julian Stadlbauer – Rumen Savchev 0:2 (0:5).

75F: Michel Riesterer – Johannes Lurz 2:0 (4:0).

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