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Leichtes Spiel mit dem Schwergewicht: Sandro Punzo (rot) feiert einen feinen Erfolg. 

Ringen - Bayernliga

Isaria gelingt eine perfekte Generalprobe

Unterföhring – Die letzten Pflichten sind erledigt und nun steht dem Duell der Giganten am kommenden Samstag (19.30 Uhr) nichts mehr im Weg. Nach ihren Siegen vom Wochenende kämpfen der SC Isaria Unterföhring und der AC Lichtenfels unter sich die Meisterschaft aus. Lichtenfels überrollte in der vorletzten Runde der Saison Oberölsbach mit 30:8 und der SC Isaria gewann mit 21:11 (14:4) in Traunstein.

Der Unterföhringer Präsident Herbert Kreuzer verweigerte sich vergangene Woche noch den Gesprächen über den Kampf des Jahres, weil Traunstein den Unterföhringern nicht so wirklich liegt. An einem guten Tag kann die bayerische Ringerhochburg den Isarianern ein Bein stellen.

Diesen Samstag war die Messe aber schon zur Pausenbrotzeit gelesen. Vier der fünf Duelle gewannen die Unterföhringer und drei davon vorzeitig. Da im zweiten Durchgang Christian Axenbeck keinen Gegner auf dem Papier hatte, war der Sieg da schon sicher. Das Heimteam konnte erst am Ende noch etwas Schadensbegrenzung betreiben.

Traunstein hatte sich keine wirklichen Siegchancen ausgerechnet und wollte den Zuschauern eine große Show bieten. Deshalb wurden gegen Christian Axenbeck mit Ahmad Qaderi der dritte Ausländer nominiert, der offiziell nicht in die Wertung kam. Den Topmann fertigte Unterföhrings Star mit 15:0 ab und setzte damit eine Woche vor Lichtenfels noch ein dickes Ausrufezeichen.

Einen ganz starken Kampf lieferte auch Sandro Punzo im Schwergewicht. Er zeigte einmal mehr, dass er mit den vom Gewicht deutlich überlegenen Kontrahenten besser zurechtkommt als andere Optionen für die oberste Gewichtsklasse. Letztlich hat das ganze Team aber die Leistung gebracht und sich niemand mehr wehgetan.

Nach der 9:15-Niederlage im Hinkampf im Lichtenfels muss Unterföhring nun im Meisterfinale mit mindestens sechs Punkten Differenz gewinnen, um mit dem Vorteil im direkten Vergleich die Meisterschaft zu erringen. Diese Aufgabe ist schwer, aber nicht unmöglich. Unterföhring bastelt seit Wochen an der Siegertaktik und baut auf die Kulisse von dann mehr als 500 erwarteten Zuschauern. Alleine aus Lichtenfels wurden bereits mehr als 100 Anhänger angekündigt. 

TV Traunstein – SC Isaria Unterföhring 11:21 (4:14).

57G: Tobias Einsiedler – Abdul-Basir Ibrahimi 0:4 (2:17).

130F: Gökan Tetik – Sandro Punzo 0:2 (0:5).

61F: Luca Zeiser – Vincent Kurth 0:4 (0:6 Schultersieg).

98G: Andreas Böschko – Richard Mahn 0:4 (0:15).

66G: Artur Tatarinov – Korbinian Kohler 4:0 (16:0).

86F: unbesetzt – Christian Axenbeck 0:4.

66F: Saber Mansuri – Siegfried Jonak 0:1 (8:10).

86G: Alexej Patalaschko – Florian Görsch 0:2 (5:10).

75G: Plamen Petrov – Amlet Mamatzanian 4:0 (15:0).

75F: Eduard Tatarinov – Julian Stadlbauer 3:0 (12:1).

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