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Nur ein Sieg wahrt Hachings Chancen

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Ramon Cedeno tankte mit einer starken Leistung gegen Recycling Berlin Selbstvertrauen für die Champions-League. Foto: Robert Brouczek
Ramon Cedeno tankte mit einer starken Leistung gegen Recycling Berlin Selbstvertrauen für die Champions-League. Foto: Robert Brouczek

Unterhaching - Generali Hachings Volleyballer müssen ihre bestechende Form bei Jihostroj Ceske Budejovice auch aufs internationale Parkett bringen.

Die Lage ist nicht hoffnungslos, aber sonnenklar: Alles andere als ein Sieg beim Tschechischen Meister aus Ceske Budejovice, zu deutsch Budweis, wäre wohl das Aus für die Träume vom erneuten Sprung in die Play offs der Champions League. Als einziges Team seiner Gruppe hat Generali Haching aufgrund der 1:3-Niederlagen gegen Cuneo und in Poitiers nach zwei Runden noch keinen Punkt auf dem Konto, die drei Rivalen jeweils drei. Eine überraschende Konstellation, da Cuneo als haushoher Favorit galt. Doch ausgerechnet die Tschechen, die als leichter Außenseiter dieser Gruppe gehandelt wurden, überraschten mit einem glatten 3:0 bei den Norditalienern.

Eine deutliche Warnung also an die Hachinger. Für Co-Trainer Frank Kahlmann aber eine unnötige: „In der Champions League gibt es keine Laufkundschaft. Wir werden Budweis auf keinen Fall unterschätzen. Uns war von vornherein klar, dass das ein Duell auf Augenhöhe wird.“ Für Hachings Punktegarant Christian Dünnes war der Überraschungscoup der Tschechen allerdings durchaus ein zusätzlicher Fingerzeig: „Von der Papierform her sind wir Favorit, aber wer in Cuneo gewinnt, muss ein gutes Team sein, das wir ernst nehmen müssen.“

Ein ausgezeichneter Kenner des Volleyball in Tschechien ist Generali-Zuspieler Branislav Skladany. „Ich habe sieben Jahre dort gespielt“, erzählt der Slowake, „Die tschechischen Mannschaften sind zuhause immer sehr stark.“ Beim Gegner imponiert ihm vor allem Diagonalspieler Jakub Novotny. Der 32-Jährige stand vergangene Saison noch als Legionär beim polnischen Spitzenklub Belchatow unter Vertrag. Auch sonst besteht der Kader der Gastgeber vornehmlich aus einheimischen Spielern, Trainer Jan Svoboda betreut auch die tschechische Nationalmannschaft.

Auch wenn Außenangreifer Alexander Shafranovich wegen Rückenproblemen nicht mitfuhr: Die Hachinger sind gestern selbstbewusst und zuversichtlich zur rund fünfstündigen Busreise nach Böhmen aufgebrochen. Dass sie zum Erfolg verdammt sind, hält Dünnes gar für einen Vorteil: „Wir haben schon in den Partien gegen Berlin gezeigt, dass wir mit Druck umgehen können. Dann ist die Konzentration hoch, und wir spielen stark.“

Skladany sieht sein Team jedenfalls noch voll im Rennen um den Sprung in die nächste Runde: „Wir haben eine große Chance und wir werden dort gewinnen.“ Bei einem 3:0 oder 3:1 bekäme man drei Punkte gutgeschrieben, bei einem 3:2 nur zwei, weshalb Kahlmann schon eine Rechnung aufgemacht hat, die das Rückspiel am Mittwoch nächster Woche in Unterhaching (20 Uhr) gleich mit einschließt: „Wenn wir aus diesen beiden Spielen nicht fünf Punkte holen, wird es wohl nichts mit dem Aufstieg in die Play offs. Da muss ich kein großer Mathematiker sein, um das zu sehen.“

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