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Alter Arbeitsplatz: Patrick Bussler bei seinem Weltcup-Abschlussrennen im März in Winterberg.
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Neuer Arbeitsplatz: Patrick Bussler hat im September ein duales Studium der Wirtschaftsinformatik bei der Stadt München angefangen.

Snowboard

„Das war der entspannteste Sommer seit Jahren“

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An diesem Donnerstag sind die Alpin-Snowboarder in Italien in die neue Weltcupsaison gestartet. Erstmals seit 17 Jahren stand dabei einer nicht auf dem Brett: Patrick Bussler, WM-Dritter 2009 und Olympia-Vierter 2014, hat seine Karriere nach dem vergangenen Winter beendet. Im Interview erzählt der Aschheimer, wie es ihm seither ergangen ist.

Herr Bussler, wissen Sie, was an diesem Donnerstag ist?

Sie meinen das Weltcuprennen in Carezza?

Richtig. Sie verfolgen nach Ihrem Rücktritt also immer noch den Weltcup-Zirkus?

Ja klar. Ich bin auch noch in einer Whatsapp-Gruppe mit meinem ehemaligen Kollegen aus dem Nationalteam, sodass ich mitbekomme, wie es bei denen läuft. Vor allem Stefan (Baumeister; d. Red.) ist zurzeit richtig gut drauf. Ich bin mal gespannt, wie er sich schlägt und werde das Rennen auf jedem Fall im Livestream verfolgen.

Wird dann Wehmut bei Ihnen aufkommen, dass Sie nach all den Jahren nicht mehr dabei sind?

Das weiß ich nicht. Ich habe bislang relativ wenig zurückgeblickt, sondern eher nach vorne geschaut – auf meine neuen Ziele. Ich habe im September ein duales Studium der Wirtschaftsinformatik bei der Stadt München angefangen. Das ist für mich wirklich auch eine Herausforderung – weniger für den Körper, dafür für den Kopf.

Wenn Sie als Ex-Profisportler den ganzen Tag vor dem Bildschirm sitzen – kribbelt es da nicht?

Doch, gerade am Anfang war das schon der Fall. Wobei es ja auch nicht so ist, dass ich jetzt gar keinen Sport mehr mache…

Und dennoch wird dieser Sommer für Sie der entspannteste seit Jahren gewesen sein…

Das stimmt. Ich hatte endlich mal Freizeit und bin auch in den Urlaub gefahren. Wobei ich weiterhin viel trainiert habe und sogar wie früher zum Olympiastützpunkt gefahren bin. Die Ärzte haben mir nämlich geraten, mein Pensum langsam herunterzufahren und nach und nach abzutrainieren. Also war ich oft beim Laufen, Radfahren, solche Dinge.

Und Ihr Snowboard steht seit dem letzten Weltcuprennen im März verwaist in der Ecke?

Nein, ich war erst vorletzte Woche mit der Nachwuchsgruppe des FC Aschheim auf dem Gletscher. Das will ich im Winter häufiger machen und dabei auch meinen Vater unterstützen, der die Rennsportabteilung beim FCA gegründet hat und dort Trainer ist.

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