Solide Defensivarbeit zahlt sich aus

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Taufkirchen/Unterhaching – Dank solider Defensivarbeit entschieden die Handballerinnen von HT München das Landesliga-Heimspiel gegen den TSV Herrsching am Ende souverän mit 30:23 (15:14) für sich. „Wir haben in der Abwehr mal wieder mehr Parteiball als Handball gespielt“, beschrieb Götsch das Geschehen in Anspielung auf eine Trainingsform ohne Tore, bei der eine Mannschaft den Ball über einen festgelegten Zeitraum in den eigenen Reihen halten muss. Und das gestattete sein Team den Gästen, doch viel mehr eben nicht. „Herrsching hatte nicht wirklich ein Konzept gegen uns. Die meisten Tore waren Einzelleistungen oder Zufallsprodukte“, so Götsch. „Ich muss meinen Mädels ein Kompliment machen, über 60 Minuten diese Konsequenz beibehalten zu haben.“ Während in der Defensive die Zermürbung des Gegners funktionierte, blieben vorne im Abschluss einige Wünsche des Trainers offen: „Wenn wir den Ball erobert haben, haben wir Herrsching zwar mit Tempo überlaufen. Leider sind wir aber mit unseren Chancen nicht fürsorglich genug umgegangen und haben die gegnerische Torhüterin mal wieder zum Weltmeister geschossen.“

Doch insgesamt zeigte sich Götsch zufrieden, schließlich konnte sein Team dank des zweitena Erfolgs hintereinander auf Rang acht klettern: „Wichtig sind die zwei Punkte, wie sie am Ende zustande gekommen sind, spielt keine Rolle. Wir waren in allen Belangen überlegen, haben es nur nicht geschafft uns frühzeitig abzusetzen. Nach den ersten Minuten war mir aber klar, dass wir als Sieger vom Platz gehen werden.“ Für Außenstehende schien der Ausgang hingegen bis zum 17:17 offen, doch dann enteilte Spielgemeinschaft aus Taufkirchen und Unterhaching auf 22:17 – die Vorentscheidung.

Am übernächsten Sonntag, 2. Dezember (15.30 Uhr), beim Tabellenfünften TSV Vaterstetten hofft Götsch auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends: „Vaterstetten ist als Vizemeister des Vorjahrs auf dem Papier Favorit und ein Prüfstein für unsere Entwicklung. Aber wir haben Selbstvertrauen getankt und zwei Wochen Zeit, uns auf das Spiel vorzubereiten. Außerdem hat Vaterstetten in dieser Spielzeit bisher auch schwankende Leistungen abliefert. Wenn wir unsere Wurfausbeute verbessern und die Quote der technischen Fehler weiter senken, sehe ich gute Chancen.“ UMBERTO SAVIGNANO

HT München: Gaigl/Michlein; Menrath (3), S. Geray (1), Lachner (1), Johannsen (6/3), A. Benecke (1), Cesinger (3), Stadler (2), A. Geray (5), Meyer, Niemitz (2), Riesenberger (4), Stelzer (2)

HT-Damen in
allen Belangen überlegen

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