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Stagnation vor dem Derby

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Von: Umberto Savignano

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Letzte Anweisungen: Hachings Trainer Bogdan Tanase vor dem Derby am Ammersee beim TSV Herrsching.
Letzte Anweisungen: Hachings Trainer Bogdan Tanase vor dem Derby am Ammersee beim TSV Herrsching. © Robert Brouczek

Wie immer, so geht der TSV Haching München auch ins Oberbayern-Derby am Freitag bei den WWK Volleys Herrsching (Anpfiff 20 Uhr, Nikolaushalle) als klarer Außenseiter. Allerdings lief es für das Team vom Ammersee in dieser Saison phasenweise noch nicht richtig rund.

Unterhaching – Derzeit stehen die Herrschinger in der Bundesliga nur auf Rang sieben. Das von Trainer Max Hauser ausgegebene Ziel Meisterschafts-Halbfinale ist damit noch lange nicht in Frage gestellt, es zeigt aber, dass das Selbstverständnis der Mannschaft um die Ex-Hachinger Ferdinand Tille und Florian Malescha ein anderes ist. „Herrsching ist auch nicht in bester Verfassung, sie hatten aber viele Verletzte“, weiß Hachings Angreifer Philipp Schumann.

Allerdings hat Hauser mittlerweile wieder mehr Optionen, und seine Truppe will an diesem Wochenende die Chance nutzen, weit nach oben zu klettern, spielt sie doch gegen die beiden in der Tabelle noch unter ihr platzierten Teams: Nach Haching empfängt sie am morgigen Samstag den Vorletzten Giesen. Gegen die Grizzlys aus Niedersachsen bestritten die Herrschinger kurioserweise erst vor zwei Tagen das Pokal-Viertelfinale, das sie nach 0:2-Rückstand noch in ein 3:2 umbogen. Der Traum vom Finale, das zweite erklärte Saisonziel, lebt für die Ammerseer also. Im Halbfinale müssen sie bei der SVG Lüneburg antreten, die ja am Dienstag die Hachinger mit einem souveränen 3:0 aus dem Wettbewerb eliminierte.

Angesichts dieses dichten Programms sind Wechselwirkungen zwischen den Partien nicht auszuschließen. Während die Hausherren nach dem 111-Minuten-Krimi gegen Giesen heute möglicherweise körperlich müde, mental aber in Hochstimmung sind, müssen die Löwen die Lüneburg-Schlappe wohl vor allem im Kopf verarbeiten. Denn sie hatten sich viel vorgenommen, waren aber selten in der bisherigen Saison so weit von einem Satzgewinn entfernt. „Woran das liegt, ist schwer zu sagen“, rätselt auch der erfahrene Schumann, warum die Mannschaft derzeit etwas auf der Stelle treten zu scheint. „Wir müssen einfach mal ein ganzes Spiel auf die Kette bringen. Dann können wir auch gewinnen“, fordert der 28-Jährige mehr Konstanz und liegt damit auf der Linie seines Trainers.

Bogdan Tanase will sich gar nicht allzu sehr mit der Frage beschäftigen, ob Herrsching im Soll liegt oder in der zweiten von drei Partien innnerhalb von vier Tagen möglicherweise mit dem zweiten Anzug aufläuft: „Wir tun gut daran, uns auf uns zu fokussieren. Natürlich beobachten wir den Gegner und betreiben Videoanalyse mit dem Team. Aber in erster Linie müssen wir konstanter spielen, damit mal wieder ein Gewinnsatz möglich ist.“

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