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Bei Generali Haching verbrachte Patrick Steuerwald als Zuspieler sehr erfolgreiche Jahre.

Interview mit Patrick Steuerwald

„Haching war für mich eine prägende Zeit“

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Insgesamt fünf Jahre (2006 bis 2010 und 2012/13) war Patrick „Nano“ Steuerwald (33) Zuspieler von Generali Haching, feierte unter Trainer Mihai Paduretu drei DVV-Pokalsiege. Seine aktive Karriere hat der 125-fache Nationalspieler wegen einer vor eineinhalb Jahren erlittenen schweren Sprunggelenksverletzung beendet. Am Montag kehrt er als Co-Trainer von Rekordmeister VfB Friedrichshafen nach Unterhaching zurück. Ein Gespräch

UnterhachingInsgesamt fünf Jahre (2006 bis 2010 und 2012/13) war Patrick „Nano“ Steuerwald (33) Zuspieler von Generali Haching, feierte unter Trainer Mihai Paduretu drei DVV-Pokalsiege. Seine aktive Karriere hat der 125-fache Nationalspieler wegen einer vor eineinhalb Jahren erlittenen schweren Sprunggelenksverletzung beendet. Am Montag kehrt er als Co-Trainer von Rekordmeister VfB Friedrichshafen nach Unterhaching zurück. Ein Wiedersehen, auf das sich auch Paduretu freut: „Nano war Führungsspieler, Kopf der Mannschaft und Publikumsliebling und wäre mein Nachfolger in Unterhaching gewesen. Das hatte ich ihm mitgeteilt, als wir noch nicht wussten, dass wir keinen Hauptsponsor mehr finden werden“, so der einstige Erfolgscoach. „Vielleicht klappt es für ihn ja irgendwann als Trainer, Sportdirektor oder Manager zurück nach Haching zu kommen.“ Mit dem Münchner Merkursprach Steuerwald allerdings über die nähere Zukunft und seine sportlichen Ziele.

Wie gefällt Ihnen die neue Rolle als Co-Trainer?

Ich habe natürlich mehr zu tun als in meiner Zeit als Spieler. Das ist anspruchsvoll, macht aber sehr viel Spaß.

Wie sind Sie dazu gekommen?

Ich konnte ja nach meiner Verletzung nicht mehr spielen. Da kam das Angebot aus Friedrichshafen, wo Michael Warm als neuer Trainer seine Wünsche geäußert hat, gerade recht.

Wie geht es Ihrem Fuß inzwischen

Das Sprunggelenk war luxiert, also ausgekugelt. Ich habe ein Jahr lang mit den Reha-Maßnahmen richtig Gas gegeben, wurde dann auch noch einmal operiert, aber gut ist es noch nicht. Ich bin in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt, habe auch immer wieder Schmerzen.

Der VfB hat trotz großer personeller Veränderungen bisher die optimale Ausbeute geholt. Wie beurteilen Sie diesen Start?

Es war ein sehr großer Umbruch bei den Spielern und im Trainerteam. Deshalb nehmen wir die 18 Punkte gern mit, auch wenn wir wissen, dass wir spielerisch noch nicht auf dem Stand sind, auf den wir wollen. Wir haben sicher ein paar Mal auch glücklich drei Punkte geholt. Aber die kann uns keiner mehr nehmen. Und die Bundesliga-Ergebnisse bisher zeigen, dass jeder Punkt wertvoll ist.

Wie lautet Ihr Saisonziel?

Steuerwald: Berlin hat seinen Kader noch einmal breiter gemacht und deshalb sicher eine gewisse Favoritenrolle. Nichtsdestotrotz ist es Sport. Und deshalb gibt es einige Teams, die versuchen wollen, den Meister vom Thron zu stoßen. Dazu gehören auch wir. Ob man es dann schafft, ist eine andere Frage. Aber wir arbeiten in diese Richtung.

Wo sehen Sie die Alpenvolleys?

Es war schon überraschend, dass sie im Pokal gegen Rottenburg verloren haben. Aber ich zähle sie mit Berlin, uns und Frankfurt zu den Top vier. Und ich bin mal gespannt, wie wir es händeln, am Montag in der Liga in Unterhaching zu spielen und dann schon am Mittwoch im Pokal gegen Berlin.

Genießt das Pokalduell für den VfB möglicherweise sogar Priorität gegenüber dem Auftritt in Unterhaching?

Am Mittwoch hast du halt nur dieses eine Spiel. Wenn du dagegen ein Liga-Spiel verlierst, ist noch nichts Schlimmes passiert. Andererseits wäre es natürlich schon gut, sich in der Liga etwas abzusetzen. Wir wissen selber noch nicht, wie wir diese Herausforderung meistern. Aber wir wollen schon beide Spiele gewinnen. Ich verliere ja bekanntlich sowieso nicht gerne.

Was bedeutet die Rückkehr nach Unterhaching für Sie persönlich?

In Unterhaching bin ich immer gern. Ich war ja noch nie in Innsbruck, denn auch als Spieler mit Frankfurt war ich vorletzte Saison hier. Unterhaching war eine prägende Zeit für mich als Spieler, das waren insgesamt immerhin fünf Jahre, und es war auch eine gute Zeit. Ich bin in der Gegend auch noch verwurzelt, habe in der Nähe ein Haus gebaut. Ich freue mich jedenfalls auf alle, die noch da sind.


Das Gespräch führte
Umberto Savignano.

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