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SV-DJK Taufkirchen bleibt Regionalligist

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Da kommt Freude auf: Die Taufkirchner Volleyballer um Spielertrainer Zied Chalghmi bleiben in der Regionalliga. Fóto: bro
Da kommt Freude auf: Die Taufkirchner Volleyballer um Spielertrainer Zied Chalghmi bleiben in der Regionalliga. Fóto: bro

Taufkirchen - Der SV-DJK Taufkirchen kann trotz sportlichen Abstiegs in der Regionalliga Süd-Ost bleiben. Das Team von Zied Chalghmi, das bei der Relegationsrundemit einem zweiten Platz am Klassenerhalt gescheitert war, rutschte als erster Nachrücker nach, weil mit dem Ligadritten ASV Dachau II eine zusätzliche Mannschaft in die 3. Liga aufstieg und somit in der Regionalliga ein Platz frei wurde.

Von Robert M. Frank

Taufkirchen - Der Ligaverbleib des Tabellenachten der abgelaufenen Regionalliga-Saison spielt aus sportlicher Sicht für den SV-DJK eine Rolle. Einen Abstieg nach drei Jahren in dieser Klasse hätte Nickel aus sportlichen Gründen alles andere als gut gefunden. „Seitdem die 3. Liga eingeführt wurde, ist die Regionalliga von der Wertigkeit ja etwas abgerutscht. Die Bayernliga ist dann noch eins tiefer“, sagt Taukirchens Volleyball-Abteilungsleiter Rainer Nickel. Lediglich finanziell hat der Ligaverbleib Nachteile. Für ausländische Spieler müssen die Taufkirchner wegen einer international geltenden Regel tiefer in die Tasche greifen. Für Ausländer ist jährlich eine Gebühr fällig, was eine Klasse darunter in dieser Höhe nicht der Fall gewesen wäre.

Nachdem neben dem tunesischen Spielertrainer Zied Chalghmi und Mohamed Chefai mit dem Tunesier Slaheddine Mestiri und dem polnischen Lukasz Ostapiuk zwei weitere ausländische Neuzugänge vor kurzer Zeit dazu gestoßen sind, muss Nickel über 1200 Euro an nationale Verbände und internationale Dachverbände berappen. „Das liegt eigentlich über unserem Budget“, so Nickel, der notfalls sogar in die Privatschatulle greifen möchte.

Der SV-DJK bleibt zusammen mit Bayernliga-Meister TSV Unterhaching der höchstklassige Volleyballverein im Landkreis. Bei einem Abstieg der Taufkirchner hätten sich sogar beide Teams zusammengetan. Eine Anfrage aus Unterhaching, beide Vereine zusammenzuschließen und mit zwei Mannschaften in der Regional- und Bayernliga spielen zu lassen, klappte jedoch nicht. Zum einen weil der Meldetermin Ende April überschritten wurde. Zum anderen aber, weil Nickel einen Zusammenschluss unter Federführung der Hachinger ablehnte. Spielertrainer Chalghmi wäre in einer zweiten Mannschaft in der Bayernliga wohl nicht zu halten gewesen. „Wir hätten es nicht gemacht, weil wir Zied als Spielertrainer halten wollten.“

Mit Chalghmi laufen die Planungen auf die im Oktober beginnende neue Regionalliga-Saison bereits auf Hochtouren. Die Taufkirchner müssen den Kader umgestalten, weil einige Spieler nicht mehr an Bord sind. Mittelblocker Sebastian Scheller hört aus beruflichen Gründen auf. Die Brüder Johannes und Lukas Spendler wollen ebenso wie Libero Jonas Bräuning und Diagonalspieler Max Benkert den Verein verlassen und planen, beim TSV Turnerbund München eine neue Mannschaft in der Kreisliga aufzuziehen. Zuspieler Wojtek Szewczyk hört ganz auf.

Trotz der Neuzugänge um Libero Ostapiuk (ASV Dachau II) und Zuspieler Mestiri (VfR Garching) klaffen Lücken im Kader. Vor allem auf der Mittelblocker-Position sind die Taufkirchner noch dünn besetzt. Lediglich Benjamin Thom steht noch auf Chalghmis Zettel.

Am heutigen Dienstag könnte dem SV-DJK noch ein Mittelblocker ins Netz gehen. In der Halle des Sport- und Freizeitparks Taufkirchen veranstaltet der Regionalligist um 19.30 Uhr ein öffentliches Probetraining für interessierte Spieler. „Interessenten sind herzlich willkommen, Mittelblocker natürlich insbesondere“, so Nickel.

Sollte dann immer noch kein Mittelblocker bereit stehen, erwägt man, eine interne Umschulung zum Mittelblocker vorzunehmen. Nickel bekundet angesichts des personellen Engpasses mit Galgenhumor schon mal sein Interesse: „Ich stehe parat“, sagte der 54-Jährige scherzhaft. Noch lacht er.

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