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SV Lohhof II: Plötzlich Aufstiegsspiele zur Dritten Liga

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Von: Silke Andersson

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„Wir trainieren auch schon wieder voll“: Trainer Fabian Gumpp, das Team und die Abteilungsleitung nehmen die Herausforderung an.
„Wir trainieren auch schon wieder voll“: Trainer Fabian Gumpp, das Team und die Abteilungsleitung nehmen die Herausforderung an. © Dieter Michalek/Archiv

Die Regionalliga-Volleyballerinnen des SV Lohhof spielen um den Aufstieg in die Dritte Liga – was selbst für Trainer Fabian Gumpp und seine Mannschaft höchst überraschend kommt

Lohhof –.Denn eigentlich hatte der Deutsche Volleyballverband vor der gerade beendeten Saison klar kommuniziert, dass es in dieser Spielzeit keine Relegationsspiele geben werde. Damit hatten auch die Lohhoferinnen, die sich in einem spannenden Herzschlagfinale am letzten Spieltag in Straubing noch Tabellenplatz zwei sichern konnten, in die Sommerpause verabschiedet.

Doch das vermeintliche Saisonende war gerade einmal zwei Wochen her, als eine E-Mail vom Verband in Lohhof eintrudelte, adressiert an die „Sportfreunde vom SV Lohhof und den L.E.Volleys Leipzig“, ihrerseits Zweiter in der Regionalliga Ost. Inhalt: Beide Teams mögen doch „prophylaktisch“ eine Relegation ausspielen, um im Fall der Fälle – soll heißen einer Abmeldung, Insolvenz oder dergleichen in den Ligen über der Regionalliga. Aber: Ein Drittligaplatz sei dem Gewinner keineswegs sicher, es gehe lediglich darum, eine eventuelle Aufstiegsreihenfolge zu ermitteln.

Für SVL-Trainer Fabian Gumpp wie auch seinen Leipziger Kollegen nicht nur verwirrend, sondern auch Grund für gewaltigen Unmut und „massive Beschwerde“ beim Verband, wie Gumpp zusammenfasst: „Wie stellen die sich das vor? Das ist ein massiver Aufwand für beide Teams. Die Saison war offiziell beendet, alle haben mental damit abgeschlossen, Spielerinnen sind in den Urlaub gefahren.“

In Leipzig kommt noch erschwerend hinzu, dass in der Ost-Regionalliga coronabedingt nur die Hinrunde ausgetragen wurde. Seit dem 5. Februar haben die Leipzigerinnen kein Spiel mehr bestritten. „Und der ganze Aufwand jetzt, ohne sicher zu wissen, dass der Gewinner in die Dritte Liga kann?“, konnte der SVL-Trainer dem höchst überraschenden Verbandsvorschlag wenig Verständnis entgegenbringen.

Vergangene Woche wurde der prophylaktische Plan aber konkretisiert und dem Gewinner der Spontanrelegation ein Drittligaplatz definitiv zugesichert. Angesetzt ist der Vergleich der Regionalligazweiten Ost und Süd-Ost als Hin- und Rückspiel am 21. und 22. Mai. Wo zuerst, ist noch nicht fix. Auch nicht, was im Falle eines Gleichstands nach beiden Partien passiert.

Der Verein unterstützt die Chance der Bundesligareserve: „Sie sollen es auf jeden Fall probieren. Und wenn sie es schaffen, kriegen wir den Mehraufwand für die Dritte Liga auch irgendwie gestemmt“, erklärt Martina Banse, die Frau der Finanzen in der Volleyballabteilung. An der Motivation des Teams wird es, trotz der überraschenden Saisonverlängerung, auf keinen Fall scheitern. „Mit der Aussicht auf den Aufstieg sind die Mädels alle noch einmal on fire, wir trainieren auch schon wieder voll“, erklärt Gumpp, der voraussichtlich am Relegationswochenende auch nur auf eine einzige Spielerin verzichten muss. (SILKE ANDERSSON)

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