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Konnte die Niederlage auch nicht verhindern: Lohhofs Libera Sandra Baier (r.). 

0:3-Niederlage in Stuttgart

Baier: „Die sind jung, zwei Köpfe größer als wir“

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Im Hinspiel haben die Volleyballerinnen des SV Lohhof noch mit 3:0 gewonnen. Im Rückspiel gegen den MTV Stuttgart stand die Null beim SVL.

Lohhof – In Stuttgart sind die stark ersatzgeschwächten Lohhofer Zweitligavolleyballerinnen leer ausgegangen. Sie mussten sich der Erstligareserve des MTV Allianz mit 0:3 (22:25, 23:25, 24:26) geschlagen geben. Doch am Ausfall der beiden Pechvögel Carina Malescha und Laura Gentner, die sich im Spiel gegen die Roten Raben aus Vilsbiburg beide am Sprunggelenk verletzt hatten, lag es gar nicht.

„Das Ergebnis ist leider viel deutlicher als verdient“, fasst SVL-Libera Sandra Baier den keineswegs schlechten Auftritt ihres Teams zusammen. Das hatte zwar das Hinspiel in Lohhof sehr deutlich mit 3:0 gewonnen. Doch dass es in der Schwabenmetropole deutlich schwerer werden würde, war dem Lohhofer Trainer Patrick Sprung davor schon klar. Was nicht daran lag, dass Ersatz für Malescha und Gentner gefunden werden musste. Da sprangen Inga Möller auf der Diagonalen und Celina Krippahl auf außen ein und machten ihre Sache nach Ansicht der Libera „wirklich gut.“. Dagegen konnte Stuttgart diesmal mit voller Besetzung antreten, nachdem der Tabellenachte im Hinspiel ohne etatmäßige Zuspielerin nach Lohhof gekommen war. Mit gleich zwei Spielmacherinnen konnte der MTV sogar Doppelwechsel als taktische Maßnahme einstreuen, die Lohhof aufgrund der Langzeit-Rückenprobleme von Lisa Keferloher in dieser Saison noch kein einziges Mal einsetzen konnte.

Stuttgarts Co-Trainer angetan von Lohhofs Mitte

Dennoch waren die Gäste eigentlich gut dabei, bis 20:20 blieb die Partie im ersten Satz offen. Und auch dann leistete sich Lohhof keine eklatanten Fehler – nur ein paar Aufschläge zu viel verfehlten ihr Ziel. Ähnlich ausgeglichen war der zweite Durchgang, in dem Lohhof auch über die Mitte mit Vroni Brandmeier und Laura Müller immer besser ins Spiel kam. „Von unserer Mitte war sogar die Stuttgarter Co-Trainerin ganz angetan“, berichtet Baier. Nur: Es nutzte nichts. Wieder hatten die Gastgeberinnen knapp das bessere Ende für sich.

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Im dritten Durchgang sah dann bei 24:19 schon alles nach dem verdienten Satzgewinn für den SVL aus – bis Stuttgarts ehemalige Erstligaakteurin Jelena Wlk zum Aufschlag kam und sieben Punkte in Folge erzielte. 26:24 für Stuttgart also, doch Wlks Aufschläge waren nicht einmal das Hauptproblem. „Die Annahme hatten wir eigentlich gut vorne“, erinnert sich Baier. Doch dann war egal, welche Angreiferin Stefanie John auch einsetzte – Stuttgart hatte immer die bessere Antwort.

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Für die SVL-Libera ging der Stuttgarter Sieg in Ordnung, auch wenn er knapper hätte ausfallen können: „Jelena Wlk hat einen Sahnetag erwischt und der Rest des Teams ist auch besser, als der momentane Tabellenplatz aussagt. Die sind jung, zwei Köpfe größer als wir und haben das einfach gut gemacht.“ Bleibt die Hoffnung, dass die beiden Verletzten über das kommende freie Wochenende wieder fit werden und Lohhof am 2. März in Waldgirmes wieder komplett angreifen kann.

MTV Allianz Stuttgart II – SV Lohhof 3:0 (25:22, 25:23, 26:24).

SVL: John, Möller, Brandmeier, Müller, Schieder, Krippahl, Baier eingewechselt: Friedrich, Forcher

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