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Zurück in der Halle: Lisa Keferloher hat ihre Volleyball-Karriere beim SV Lohhof beendet und steht künftig als Zuschauerin auf der Tribüne oder als Trainerin am Spielfeldrand bei der Bayernliga-Mannschaft. 

Neuer Job nach drei Bandscheibenvorfällen

Lohhofs Zuspielerin Lisa Keferloher: „Ich will mir morgens meine Socken noch selber anziehen können“

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Nach drei Bandscheibenvorfällen hat Zweitliga-Zuspielerin Lisa Keferloher ihr Trikot ausgezogen und sich einen schonenderen Job beim SV Lohhof ausgesucht. 

Lohhof– Lisa Keferloher ist genau das, was die Volleyballer beim SV Lohhof gerne und voll Stolz als echtes „Lohhofer Kindl“ bezeichnen: Schon mit der C-Jugend des SVL ist die Zuspielerin Deutscher Meister geworden, in der A-Jugend kam der zweite Titel. Mit gerade mal 18 Jahren hat die heute 25-Jährige ihr Zweitligadebüt gegeben und war dann fünf Jahre lang Zuspielerin der Ersten Mannschaft. In der vergangenen Saison allerdings konnte Keferloher kein einziges Spiel bestreiten – drei Bandscheibenvorfälle und dauernde Schmerzen haben sie zur Pause gezwungen. Die hält vorerst auch an, weil ein neuer Versuch in der Vorbereitung nach Therapie und Reha auch nicht schmerzfrei geklappt hat. „Für diese Saison macht es einfach keinen Sinn“, erklärt Keferloher mittlerweile recht abgeklärt. „Ich will nichts riskieren. Und ich will mir morgens noch meine Socken selber anziehen können.“

Ein riesiges Loch hat die unfreiwillige Volleyballabstinenz natürlich gerissen: „Dieses Gemeinschaftsgefühl hat mir gefehlt!“ Hat gefehlt, Vergangenheit. Denn mittlerweile ist Lisa Keferloher an den Spielfeldrand gewechselt und hat das Bayernligateam des SVL übernommen. Die Idee war schon länger in ihrem Kopf, doch eigentlich für viel später geplant. Nach der eigenen Spielerkarriere eben. Doch nachdem die nun erst einmal pausieren muss, hat die Zuspielerin eben ihr Schicksal als Chance genutzt. In der neuen Herausforderung geht sie richtig auf: „Ich lerne sehr viel, auch für mich selbst“, schwärmt die 25-Jährige, die auch in ihrem Job im Visual Merchandising bei IKEA auf eine Führungsposition hinarbeitet. „Ich lerne mich selbst ganz neu kennen!“

So hat die Zuspielerin Keferloher beispielsweise schon hunderte Auszeiten erlebt – doch was kann die Trainerin Keferloher in dieses 30 Sekunden überhaupt sinnvoll vermitteln? Auf der Bank hat sie derzeit noch Unterstützung, auch, weil ihr der erforderliche B-Trainerschein noch fehlt. Michaela Pohl, Claudia Mürle und ihre Vorgängerin Saskia Seimel kennen die Situation als Ex-Spielerin, haben mittlerweile aber auch jahrelange Trainererfahrung. Die optimalen Coaches also für die Neu-Trainerin.

Doch auch die Intuition der ehemaligen Spielerin hilft, zumal der Großteil der sehr jungen und komplett neuen dritten Mannschaft aus der SVL-Jugend kommt. Genau Lisa Keferlohers Weg, die allerdings mit einem Lachen einräumt: „Keine von uns hat annähernd Bayernligaerfahrung, inklusive mir!“

Klassenerhalt ist folglich das Ziel, doch die ersten Punkte fehlen nach drei Auftaktniederlagen noch. „Aber das waren drei Mannschaften von ganz oben und so deutlich, wie die Ergebnisse aussehen, war’s auch gar nicht“, schränkt Keferloher ein. Beim Heimspiel an diesem Sonntag gegen Marktoffingen um 13 Uhr in der BOS/FOS nimmt Lohhof III den Premierensieg wieder in Angriff. Doch daneben hat die Neu-Trainerin mit ihrem Team noch viele weitere kleine Ziele formuliert. Zum Beispiel, als Mannschaft zusammenzuwachsen. Dafür gibt’s jetzt einmal die Woche verpflichtendes gemeinsames Duschen nach dem Training, anstatt schnell ins heimische Badezimmer abzuhauen. „Unter der Dusche werden die wichtigen Dinge besprochen“ – Erfahrungsvorsprung einer ehemaligen Spielerin.

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