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Andrea Stadler ( im blauen Trikot) warf bei der deutlichen Taufkirchner Niederlagen immerhin drei Tore.

Handball – Landesliga

Taufkirchner Damen eiskalt erwischt

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So eine Heimpleite kassiert man auch nicht alle Tage: Mit 23:44 (10:20) gingen die Handballerinnen des SV-DJK Taufkirchen in der Hachinga-Halle gegen den HCD Gröbenzell II unter. Kurios: Sogar nach diesem Debakel liegen die Taufkirchnerinnen im Klassement der Landesliga Süd noch drei Punkte vor dem siegreichen Gegner.

TaufkirchenDeshalb hatte sich Oliver Götsch den Verlauf der Partie auch völlig anders vorgestellt: Zwar wusste der SV-DJK-Coach, dass sich die Gröbenzellerinnen an diesem Wochenende bei der ersten Mannschaft, derzeit Schlusslicht in der 2. Bundesliga, und bei ihrer starken A-Jugend, die die Bayernliga überlegen anführt, bedienen konnten. Doch selbst bei einer starken Aufstellung des HCD rechne er mit einem Duell auf Augenhöhe, hatte Götsch vorher erklärt.

Und dann kamen die Gäste auch noch mit einem Mini-Aufgebot von neun Spielerinnen nach Unterhaching, von denen sieben A-Juniorinnen nach ihrem 32:28-Sieg über den TV Marktsteft nur rund drei Stunden Pause hatten. Raus aus der Halle, rein in die Halle: Das schien den Gröbenzeller Nachwuchsspielerinnen, anders als Götsch sich erhofft hatte (siehe nebenstehendes Interview), aber offenbar rein gar nichts auszumachen. Das nur durch eine Torhüterin und eine Zweitligaakteurin ergänzte Septett brauchte gerade mal gute sieben Minuten, um bei seinem zweiten Auftritt des Tages wieder richtig in Fahrt zu kommen. Bis zum 3:3 hielten die Taufkirchnerinnen mit, dann gerieten sie innerhalb von 74 Sekunden mit 3:6 in Rückstand.

Von da an wuchs der Abstand kontinuierlich an. Und zwar bis zum Ende. Von einem konditionellen Einbruch war bei den Gästen nichts zu spüren, und er hätte sie angesichts ihres Vorsprungs auch nicht mehr in Verlegenheit bringen können.

Einzig positiver Aspekt auf Seiten des SV-DJK war das Comeback von Bernadette Obermayr nach langer Verletzungspause, bei dem sie immerhin zwei Treffer erzielte. Obermayrs Erfahrung werden die Taufkirchnerinnen gut brauchen können, um in den nächsten Partien ein weiteres Abrutschen in der Tabelle und einen nervenaufreibenden Abstiegskampf zu vermeiden. Derzeit stehen sie als Tabellensiebte mit 19:17 Punkten noch auf einem scheinbar sicheren Mittelfeldplatz.

Doch diese Sicherheit ist trügerisch, wenn nicht bald eine deutliche Steigerung folgt, möglichst schon am kommenden Samstag (14.30 Uhr) beim ASV Dachau II.

SV-DJK Taufkirchen:Michlein; F. Gmeiner (4), Dietrich (1), Neuber (1), S. Geray (3/1), Obermayr (2), A. Benecke (2), Jäkel, Stadler (3), A. Geray (2), Kunder (4), Sungur, Bungic (1).

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