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Eine Stunde lang stellten sich Jiri Vesely (l.) und Yannick Hanfmann den Fragen der Ismaninger Ballkinder. 

Wo Ismaning Wimbledon etwas voraus hat

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Diese Profitenniswoche von Ismaning bietet nicht einfach nur Spitzensport bei den Wolffkran Open. Zur DNA der Veranstaltung gehören die Stars zum Anfassen und deshalb gab es diesmal eine Pressekonferenz für die Ballkinder

Ismaning – Diese Profitenniswoche von Ismaning bietet nicht einfach nur Spitzensport bei den Wolffkran Open. Zur DNA der Veranstaltung gehören die Stars zum Anfassen und deshalb gab es diesmal eine Pressekonferenz für die Ballkinder, die am liebsten stundenlang zwei Topstars des Turniers ausgefragt hätten: der deutsche Ismaning-Sieger von 2017, Yannick Hanfmann, und Topspieler Jiri Vesely, der schon einmal die Nummer 35 der Herren-Weltrangliste war. Als zum Ende der Fragestunde eine letzte Frage ausgewählt werden sollte, gingen noch immer mehr als zehn Hände nach oben. Die von den beiden Profis begeisterten Kinder hätten ihre Helden am liebsten gar nicht gehen lassen. Der Veranstalter hatte für diesen bei einem Profiturnier außergewöhnlichen Event zwei smarte, sympathische Profis gewonnen und der Tscheche Vesely sprach dazu perfekt Deutsch, weil er vom zweiten bis zum zwölften Lebensjahr in Niedersachsen lebte.

Die Kinder wollten alles wissen von Gewohnheiten, dem Profialltag bis zu den Tennisvorlieben. Bei der Frage nach dem Lieblingsturnier sprudelte es aus Vesely nur so heraus: „Das ist Wimbledon, weil dort alle in weiß spielen müssen und es keine Werbung gibt. Dort zu spielen, ist immer ein sehr spezielles Gefühl.“ Yannick Hanfmann musste lachen bei der Frage, ob er lieber Pokale oder Medaillen gewinnt: „Habt ihr schon einmal den Siegerpokal hier gesehen? Der ist riesig.“ Bei der Pokalgröße liegt das Ismaninger Challenger weit vor Wimbledon.

Die Profis gaben auch Einblicke in ihr Leben, als es um Rituale ging. „Ich benutze immer die gleiche Dusche“, sagt Vesely, „und wenn die besetzt ist, dann warte ich eben.“ Yannick Hanfmann nahm die Frage als Anregung: „Vielleicht sollte ich mir ein paar Rituale angewöhnen, wenn ich sehe, wie erfolgreich Rafael Nadal mit seinen ist.“

Zuletzt ging es dann noch ums Geld. Hanfmann berichtete von 150 000 Euro Prämien im vergangenen Jahr und Vesely kam „nach Abzug der Kosten von Trainer und Reisen auf 300 000 bis 400 .000 Euro“.

Ismaning bedeutet für den Tschechen weniger Ausgaben, „weil ich hier mit dem Auto herfahren konnte“. Die Kinder waren begeistert. „Man muss immer vorausdenken und darf nie aufgeben“, nahm die elfjährige Mila mit aus der Diskussion. Sie ist eines der Turnier-Ballmädchen und hat sich festgelegt, nun Yannick Hanfmann fest die Daumen zu drücken. Mit ihrer Freundin Amira (11) war sie gekommen und diese hat beim Gespräch mit den Stars gesehen, was das Wichtigste am Sport ist: „Man muss einfach mit Spaß auf den Tennisplatz gehen und nicht mit Zwang von Außen.“ Schüchtern lächelnd sagten beide auch, dass sie selbst von einer späteren Karriere als Tennisprofi träumen.

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