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Vor Corona-Gipfel: Erste Details über Mega-Lockdown sickern durch - Medienbericht über Ausgangssperren-Plan

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Die Tennishallen bleiben leer: Nur Schul- und Profisport bleiben in Innenräumen erlaubt. Foto: Sven Hoppe/dpa
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Die Tennishallen bleiben leer: Nur Schul- und Profisport bleiben in Innenräumen erlaubt.

Nach Gerichtsurteil zu Fitnessstudios: Staatsregierung schließt auch Tennishallen

BTV-Vizepräsident Aurnhammer: „Die Verordnung ist bodenlos“

  • vonNico Bauer
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Individualsport war für viele Sportler das Zauberwort, trotz dem Lockdown light weiter dem eigenen Hobby nachzugehen. Seit Freitag ist für die Tennis-, Badminton- und Squashspieler Schicht im Schacht. Alle bayerischen Sportstätten wurden wegen der steigenden Coronazahlen komplett geschlossen. Einzige Ausnahmen sind der Schulsport und der Profisport.

Landkreis – Ausgangspunkt war die erfolgreiche Klage von Fitnessstudios mit dem Argument, dass die Studios gegenüber Sportvereinen ungleich behandelt würden. Die bayerische Staatsregierung reagierte mit der Schließung aller Sportstätten. Damit war’s das mit der Option der Tennisspieler, unter der Einhaltung von strengen Regeln in Tennishallen im Einzel zu zweit spielen zu dürfen.

Am Freitag wurden nach der Gesetzesänderung über Nacht die Tennishallen geschlossen. „Unsere Vereine reagieren mit dem absoluten Unverständnis“, sagt der Ismaninger Peter Aurnhammer, der Vizepräsident des Bayerischen Tennis-Verbandes ist. „Die Verordnung ist bodenlos“, schimpft er, „denn nur wegen einem der Regierung nicht gefallenden Gerichtsurteil werden nun alle anderen in Sippenhaft genommen.“ Derzeit hoffe man noch „auf die kollektive Weisheit“ bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz und dann erwägen Verband und Vereine eine Klage.

Die Tennisbase Oberhaching ist von den politischen Veränderungen fast komplett unberührt, weil das dortige Training Profisport ist. Wenn die in der Weltrangliste geführten Aschheimer Kai und Sven Lemstra trainieren wollen, dann dürfen die das auch in der Aschheimer Halle. Für den Freizeitsport haben einige Vereine wie beispielsweise der größte Landkreis-Club TC Ismaning wieder Netze im Freien aufgehängt, weil dort darf weitergespielt werden.

„Den Kindern und Jugendlichen wird wieder ein Stück Alltag entzogen“, sagt Rainer Gerhard, der Vorsitzende des TC Ismaning. Er macht deutlich, dass sein Verein sich an die Vorgaben halte und eine Schließung für zwei bis drei Wochen verkraftbar sei. Bei einem längeren Hallenstop würde der Verein mit der Gemeinde das Gespräch über einen Pachterlass suchen. In dem Fall haben manche Klubs im Landkreis München gegenüber anderen Vereinen in Bayern den Vorteil, dass die Kommunen finanziell nicht so schlecht gestellt sind.

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