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Basketball - 2. Liga: Tropics des TSV Oberhaching starten mit Niederlage gegen Tabellenführer

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Von: Harald Hettich

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Oberhaching – Auch für den zuletzt mit fünf Siegen in Serie so starken TSV Oberhaching wachsen die Basketball-Bäume nicht in den Himmel. Nach einer insgesamt etwas blutleeren Vorstellung im ersten Zweitliga-Match des neuen Jahres setzte es auswärts beim allerdings bärenstarken Tabellenführer Dresden Titans eine deutliche 75:92 (34:46) Niederlage. Mit jetzt 8: 5 Siegen liegen die Gelbhemden allerdings weiterhin sicher auf Playoff-Kurs. Dresden unterstrich nach zuletzt eher schwachen Leistungen mit dem elften Erfolg am 13. Spieltag eindrucksvoll seine Ansprüche auf Meisterschaft und Aufstieg.

Die Tropics starteten zumindest offensiv hellwach in die Partie. Bernhard Benke, Philipp Noeres und Peter Zeis sorgten mit gefühlvollen Distanztreffern von jenseits der Dreierlinie trotz der anfänglichen One-Man-Show des Dresdner Anführers Voigtmann (8 Punkte allein in den ersten vier Minuten) für ein im ersten Quarter lange ausgeglichenes Match.

Erst tief im ersten Abschnitt (8. Minute) ging der Tabellenführer durch seinen überragenden Center beim 16:15 erstmals in Führung. Der zuletzt angeschlagene Graham kam von der Bank und bestimmte die Schlusssequenzen im ersten Abschnitt mit sieben Punkten. Gästetrainer Mario Matic musste eine Auszeit nehmen. Die Defense seines Teams hatte den Zugriff völlig verloren. Beim 19:26 nach dem ersten Quarter schien Dresden zu enteilen. Dazu war das in dieser Saison vielleicht stärkste Guard-Team der Liga mit Omari Knox und Janosch Kögler in dieser Phase kein Faktor auf Seiten der Gelbhemden. Philipp Bode hielt beim 21:28 nach schöner Might-Bewegung zum Korb nochmals dagegen. Doch Dresden hatte an diesem Tag fast stetig die besseren Antworten. Der starke Wenzl (15 Punkte gesamt) markierte beim 31:21 erstmals eine zweistellige Sachsen-Führung. Auch fünf schnelle Knox-Punkte bleiben nur ein Zwischenhoch. Dresden spielt abgeklärt seine Systeme herunter und findet aus Lang- und Mitteldistanz immer freie Schützen. Zur Halbzeit war die Führung des Tabellenführers beim 46:34 bedrohlich angewachsen.

Auch im dritten Abschnitt nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Die Titans bestimmten die Taktfrequenz. Der insgesamt starke Fynn Fischer mit schnellen sechs Punkten sowie Knox mit einem Downtown-Dreier konnten nur eine Zwischen-Melodie einspielen. Vor allem durch den überragenden Voigtmann (20 Punkte und neun Rebounds insgesamt) im Verbund mit dem ebenfalls am Ende allesamt zweistellig scorenden Quartett Wenzl, Wendler, Graham und Teichmann hatte der Primus immer die Kontrolle. Schon gegen Ende des 3. Viertels ist die Partie beim 76:52 vorentschieden. Es sprach allerdings erneut für den Underdog vom Kyberg, dass sich die Truppe trotz eines frustrierenden 53:78-Rückstand vor dem Schlussquarter im Abschlussviertel nicht kampflos geschlagen gab. „Machen wir das Beste draus!“ hatte Matic den Seinen vor dem finalen Abschnitt zugerufen. Seine Jungs mühten sich und konnten wenigstens das Schlussviertel für sich entscheiden. Am klaren Sieg des Favoriten von der Elbe war vor allem wegen dessen 41-prozentiger Dreierquote und deutlicher Rebound-Überlegenheit (40:30) nicht zu rütteln. „Wir haben in der Defense heute weitgehend keinen Zugriff gehabt und trotz bekannter Stärken Dresdens von außen die Dreier nicht kontrolliert“, zeigte sich Mario Matic enttäuscht. „Wir müssen diese Partie schnell abhaken und die richtigen Schlüsse für die Heimpartie gegen Ulm am Sonntag ziehen“, blickte Matic schnell wieder nach vorn.

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