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TSV Haar: Basketball-Nachwuchs setzt ein Zeichen

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Von: Patrik Stäbler

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Haars Talente jubeln: Das U20-Team ist Bayerischer Meister. Hinten v.l.: Luca Hedden, Jan Paus, Maximilian Moderegger, Luis Sinzinger, Max Wünderlich, Joel Schrader; vorne v.l.: Nicolas Molter, Stjepan Dolic, Johnny Neubauer, Felix Butscher, Lennart Focken, Nicolas de la Camp.
Haars Talente jubeln: Das U20-Team ist Bayerischer Meister. Hinten v.l.: Luca Hedden, Jan Paus, Maximilian Moderegger, Luis Sinzinger, Max Wünderlich, Joel Schrader; vorne v.l.: Nicolas Molter, Stjepan Dolic, Johnny Neubauer, Felix Butscher, Lennart Focken, Nicolas de la Camp. © TSV

Die U20-Basketballer des TSV Haar werden Bayerischer Meister und die Männer steigen in die Kreisliga auf

Haar – Es ist noch nicht lange her, da hatten die Basketballer des TSV Haar schon einmal eine sehr talentierte U18-Mannschaft. Als dieses Team jedoch der Jugend entwuchs, wechselte es nahezu geschlossen und samt Trainer Kerem Öztürk zum BC Hellenen München, um dort in der Bayernliga zu spielen. Der Grund: Die Männer des TSV Haar krebsen seit Jahren in den untersten Spielklassen herum – nicht eben ein großer Anreiz für viele Talente des Klubs, dessen Nachwuchsarbeit einen exzellenten Ruf genießt.

„Jahr für Jahr haben wir unsere Spieler aus der Jugend verloren, weil viele gesagt haben, dass sie nicht in der Kreisklasse spielen wollen“, berichtet Abteilungsleiter Enno Focken. „In der Folge ist unsere Männer-Mannschaft immer kleiner und älter geworden.“ Anders lief es im vergangenen Jahr: Damals entschied das starke U18-Team des TSV nicht nur, dem Verein die Treue zu halten und eine weitere Saison in der U20 dranzuhängen. Sondern überdies sollten die Nachwuchskorbjäger auch fürs Männer-Team auflaufen und ihm zum Aufstieg verhelfen. Dieses Ziel haben die Haarer nun geschafft. Und mehr noch: In der Altersklasse U20 holte die Mannschaft erstmals seit langen Jahren wieder eine Bayerische Meisterschaft nach Haar.

„Für uns ist dieser Erfolg auch eine Bestätigung unserer Nachwuchsarbeit“, freut sich Enno Focken. Schon in der regulären Bezirksoberligasaison hatte das Team von Trainer Danny Paz nur ein Spiel verloren und somit das Ticket für die Bayerische Meisterschaft gelöst, die heuer ausgerechnet in Haar stattfand.

Vor heimischer Kulisse gaben sich die Gastgeber gegen die Konkurrenz aus dem Freistaat dann keine Blöße: Angeführt von ihren Top-Scorern Luis Sinzinger, Nicolas de la Camp und Max Wünderlich besiegten die Haarer zunächst Rosenheim und Neustadt an der Waldnaab, ehe es tags darauf zum vorgezogenen Finale gegen Frankonia Baskets Nürnberg kam. Vom Start weg setzten sich die Hausherren ab, lagen nach dem Auftaktviertel mit 17:11 vorne und bauten diesen Vorsprung sukzessive aus, ehe sie am Ende einen 65:50-Sieg bejubeln konnten.

Nach diesem größten Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte stellt sich nun natürlich die Frage, inwiefern die Haarer ihre Nachwuchskräfte diesmal im Verein halten können. „Grundsätzlich sieht es nicht schlecht aus“, sagt dazu Spartenchef Focken. Zwar zieht es in Luis Sinzinger den erfolgreichsten Punktesammler des Teams zu Jahn München, wo er sich in der Regionalliga versuchen will; dazu verabschiedet sich auch Nicolas de la Camp zum Studieren nach Spanien. Doch ihre Kollegen wollen kommende Saison abermals für das U20-Team des TSV spielen, sagt Focken – verstärkt durch mehrere talentierte Korbjäger, die aus der erneut starken U18-Mannschaft nachkommen.

Parallel zu ihren Partien in der Jugend wird der Nachwuchs weiterhin das Haarer Männer-Team unterstützen, das nach dem geglückten Aufstieg kommende Saison in der Kreisliga antritt. Dort wolle man sich als Neuling etablieren, sagt Enno Focken, „oder eventuell sogar den Durchmarsch nach oben versuchen“. (PATRIK STÄBLER)

TSV Haar – TSV 1860 Rosenheim 59:48

TSV Haar – DJK Neustadt a.d. Waldnaab 56:29

TSV Haar – Frankonia Baskets Nürnberg 65:50

Haar: Luis Sinzinger (72), Max Wünderlich (29), Nicolas de la Camp (25), Luca Hedden (13), Lennart Focken (11), Finn-Lasse Güttler (10), Felix Butscher (8), Maximilian Moderegger (4), Stjepan Dolic (3), Jan Paus (3), Joel Schrader, Nicolas Molter.

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