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TSV Haching München: Ein Punkt wie ein Sieg

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Von: Umberto Savignano

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Unterhachings Trainer Bogdan Tanase freut sich über den Punktgewinn vor den Toren Berlins. Zunächst sieht es nach einer deftigen Klatsche aus
Unterhachings Trainer Bogdan Tanase freut sich über den Punktgewinn vor den Toren Berlins. Zunächst sieht es nach einer deftigen Klatsche aus © Robert Brouczek

Hachinger Löwen zeigen, dass sie in der Bundesliga konkurrenzfähig sind

Unterhaching – Einen grandiosen Kampf lieferten die Volleyballer des TSV Haching München bei den Netzhoppers KW-Bestensee. Und obwohl die Hausherren aus Brandenburg am Ende doch mit 3:2 (21:16, 21:16, 21:25, 24:26, 15:11) die Oberhand behielten, hatte sich der Einsatz, der dem TSV einen Auswärtspunkt bescherte, gelohnt: „Dieser Punkt ist für uns wie ein Sieg“, strahlte Bogdan Tanase. Dass sich der Löwen-Coach so sehr über diese knappe Niederlage freuen konnte, hatte mehrere Gründe. Zum einen zeigte seine Mannschaft, dass sie auch mal einem etablierten Bundesliga-Team ein Bein stellen könnte. „Ich denke, dass ein Sieg drin gewesen wäre“, fand Zuspieler Eric Paduretu, „aber für den Anfang sind wir froh, auswärts einen Punkt mitgenommen zu haben.“

Die personellen Voraussetzungen, die nicht gerade optimal waren, werteten das Resultat zusätzlich auf. Jere Heiskanen hatte die Reise erst gar nicht mitgemacht, mit Patrick Rupprecht und Quentin Zeller standen zwei weitere Außenangreifer angeschlagen im Kader, beide kamen nur kurz zum Einsatz. So begannen Diagonalspieler Philipp Schumann und der unerfahrene Florian Krenkel auf der Außenposition. Weil mit Paul Gehringer ein Mittelblocker ebenfalls gesundheitlich nicht auf der Höhe war, fehlte es auch hier an Alternativen zu Mark Gumenjuk und Sebastian Rösler.

Diesen ungünstigen Umständen entsprechend sah es zunächst nach einer deftigen Klatsche aus. Nach dem 16:25 im ersten Satz lag der TSV im zweiten mit 3:13 zurück. Doch nun wachten die Löwen auf. Schon im weiteren Verlauf dieses Abschnitts, der erneut 16:25 endete, wiesen sie einen positiven Punktestand von 13:12 auf. Und Tanase fand offenbar die richtigen Worte, um dieses Momentum zu nutzen. „Ich habe der Mannschaft vor dem dritten Satz gesagt: Denkt nicht ans Ergebnis. Denkt daran, schön Volleyball zu spielen. Dann hatten wir eine andere Haltung, wir hatten auch eine andere Schnelligkeit im Spiel und wir wurden besser im Aufschlag.“

Nach eine kuriosen ersten Satzball, als Krenkel einem ins Aus fliegenden Netzhoppers-Bagger gerade noch ausweichen konnte, holten sich die Hachinger diesen 3. Durchgang mit 25:21. Im 4. Satz führten sie dann ständig, Sebastian Röslers starker Block zum 26:24 bescherte den Tie Break, in dem dann aber die letzte Konzentration fehlte. Beim zweiten Matchball nach 109 Minuten entschied ein Aufschlagfehler von Krenkel, der insgesamt eine sehr gute Partie hingelegt hatte, das Spiel. Trotzdem herrschte beim TSV große Zufriedenheit. „Nach den ersten zwei Sätzen war die Gefahr groß, in einer Stunde wieder nach Hause geschickt zu werden“, sagte Paduretu. „Aber dann haben wir uns in das Spiel reingekämpft und ein paar Unkonzentriertheiten von KW auch gut ausnutzen können.“ Zur großen Freude von Tanase: „Ich bin stolz auf die Jungs. Wir waren heute eine Mannschaft.“

TSV Haching München: Mikuláss Koch, Schumann, Rösler, Petrusic, Krenkel, Gumenjuk, Chefai (L); Zeller, Paduretu, Rupprecht

Zunächst sieht es nach einer deftigen Klatsche aus

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