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Mitreißender Einsatz: Lars Nickel (Mitte) und die Ismaninger Handballer lassen sich von der Haunstettner Abwehr nicht aufhalten.

Handballer schlagen nach Herrsching auch Haunstetten – starke Deckung, starke Keeper

Ismanings Vorliebe für Spitzenreiter

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Als der Handball eine Viertelstunde vor Schluss hinter Franz Deimel ins Netz des TSV Ismaning rauscht, haben sich die Vorzeichen in diesem Landesligaspiel endgültig gewendet – was man auch an der Stimmung in der Halle merkt.

Ismaning– Denn der Anhang des TSV Haunstetten, der im eigenen Fanbus angereist ist, macht sich nun lautstark bemerkbar, nachdem bislang die gastgebenden Isis auf und neben dem Spielfeld den Ton angegeben haben.

„Man hatte zu diesem Zeitpunkt das Gefühl, dass das Momentum auf die Seite von Haunstetten rüberswitched“, wird Ismanings Trainer Christoph Ilg später einräumen. Doch so langsam das Pendel im Laufe der zweiten Halbzeit in Richtung des Tabellenführers geschwungen ist, so rigoros reißen es die Isis nun zurück: Zehn Minuten lang lassen sie kein einziges Tor zu und ziehen auf 24:21 davon. Als dann auch noch Franz Deimel (siehe auch Interview rechts) kurz vor Schluss seinen dritten Siebenmeter pariert, tobt die Halle – mit Ausnahme der nun wieder verstummten Gäste-Fans.

Wenig später ist der 28:23-Erfolg der Isis über den Spitzenreiter besiegelt und Trainer Ilg voll des Lobes: „Die Jungs haben in der entscheidenden Phase einen kühlen Kopf bewahrt. Außerdem konnten wir uns sechzig Minuten lang auf unsere Deckung und unsere zwei Torhüter verlassen.“ 

Lesen Sie auch: Franz Deimel: „Bei Siebenmetern ist immer etwas Glück dabei.“

In Haunstetten haben die Ismaninger nun schon zum zweiten Mal einen unbesiegten Spitzenreiter niedergerungen, nachdem es vor einigen Wochen den TSV Herrsching erwischt hatte. Trotz dieser Erfolge krebsen die Isis weiter im Tabellenmittelfeld herum, da sie mehrfach gegen Kellerkinder gepatzt haben.

„Diese fehlende Konstanz ist hinterher noch mal ein Thema bei uns gewesen“, berichtet Ilg. Auf der Suche nach Gründen für die wankelmütigen Leistungen verweist der Trainer zum einen auf die vielen Zugänge im Sommer. „Uns war von vornherein klar, dass es einige Zeit dauern wird, bis wir die Neuen vollständig integriert haben.“ Zum anderen räumt Ilg aber auch ein, dass gegen weniger namhafte Gegner „vielleicht die letzten paar Prozent fehlen“.

Dies gelte es nun abzustellen, fordert der Coach – und zwar schon am Samstag, wenn seine Isis zum Aufsteiger Unterpfaffenhofen/Germering reisen. „Wenn wir da verlieren“, warnt Ilg, „dann war dieser Sieg gegen Haunstetten letztlich nichts wert“.

TSV Ismaning – TSV Haunstetten 28:23 (14:10)

Isis: Hertel, F. Deimel – Mannel (6), F. Stoiber (6/3), Elsinger (4), Nickel (3), Simon (3), Lang (2), Mansaré (2), Neubauer (2), Lattner, Herrmann, Linke, Zobel.

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